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Die Kursbuchstrecke 670 - Beschreibung -- Nach 1945

Mit Ende des Zweiten Weltkrieges und der Zuteilung des Saarlandes zur französischen Besatzungsszone teilte man die westlichen Streckenabschnitte ab Homburg ebenfalls einer neuen Bahnverwaltung zu. Mit der Herauslösung des Saarlandes als Saarprotektorat aus der Besatzungsszone 1947 und der damit verbundenen Anerkennung als eigener Staat waren die Eisenbahnen des Saarlandes zuständige Verwaltungsbehörde für die im Saarland verlaufenden Streckenteile der Pfälzischen Ludwigsbahn.

Homburg (Saar) Hbf als Grenzbahnhof und Zollkontrollstelle, 2. Kapitel
Ähnlich wie bereits nach dem Ersten Weltkrieg wurde Homburg (Saar) Hbf nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine Zolleinsatzstelle zugeordnet. Obwohl er noch vorhanden war, wurde hierfür jedoch nicht mehr der alte Zollbahnhof genutzt; man verwendete stattdessen die bereits vorhandenen Gleise im Hauptbahnhof.
Die Klassifizierung des Saarlandes als eigenständiges Saarprotektorat hatte für den Verkehr nach und von Deutschland Folgen. So mussten Züge nach Deutschland vor Passieren der Grenze in Homburg (Saar) Hbf zolltechnisch abgefertigt werden. Für Personenzüge wurde dazu der vierte Bahnsteig (heute Gleis 7/8) verlängert, um den erforderlichen Bauten wie Dienstgebäuden, Platz zu bieten. Nach erfolgter Abfertigung und dem Zustieg der Zugkontrolleure erfolgte die Abfahrt in Richtung Deutschland; die Grenze wurde kurz hinter dem Bahnhof Eichelscheid passiert, etwa in Höhe der heutigen Landesgrenze Saarland/Rheinland-Pfalz. In Bruchmühlbach-Miesau, auf deutscher Seite gelegen, verließen die in Homburg eingestiegenen Zöllner wieder den Zug; dieser setzte seine Fahrt fort. Für Fahrten aus Deutschland in das Saarprotektorat wurde genau umgekehrt verfahren: Hier erfolgte der Zustieg der Zöllner in Bruchmühlbach-Miesau, die Bahnsteigabfertigung dagegen fand weiterhin in Homburg (Saar) Hbf statt.

Die Abfertigung der Güterzüge erfolgte auf den Gleisen des Güter- und Verschiebebahnhofs Homburg (Saar).