Hauptnavigation
Sie befinden sich hier: Start > Die Kursbuchstrecke 670 > Betrieb > Betriebsablauf und Verkehr > Fernverkehrsentwicklung

Die Kursbuchstrecke 670 - Betrieb -- Betriebsablauf und Verkehr: Fernverkehrsentwicklung

Inhalt: Einführung | Am Anfang und nach dem Zweiten Weltkrieg | Die Sechsziger | TEE-Verkehr und Erweiterungen im Konzept | 1979: Aufnahme des IC-Verkehrs | Kleinere „nderungen und Fernverkehrsreform 1985 | 1987: Die ersten Eurocitys | 1989: Der Interregio kommt | Saar-Kurier: Der Starzug der Strecke mit einer langen Tradition | Ab 1992: Fernverkehrsausweitung | 2000: Die ersten ICEs | 1999 bis 2002: Der Interregio verabschiedet sich | 2007: ICE- und IC-Streichungen | 2007: POS Nord - ICE nach Paris | 2008/2009: ICE-Ersatzverkehre | 2009: Wieder Nachtzüge auf der Strecke | 2010: Wieder ein ICE aus Hamburg-Altona | 2013: Streichungen im IC-Verkehr und Nachtzug nach Moskau | 2013: Kein Zug mehr nach Russland, zusätzliche Halte in Landstuhl | 2014: Zugstreichungen im Nachtverkehr, nur geringe „nderungen im Tagesverkehr | Neustrukturierung des Regionalverkehrs und auslaufende Verträge - Fernverkehr ab Dezember 2014 | Zusammenfassung

Einführung
Der ursprüngliche Zweck der KBS 670 war der Abtransport von Kohle aus dem Saarland und aus Frankreich in die Region um Mannheim. Bald zeigte sich jedoch das verstärkte Interesse an der Eisenbahnstrecke als Verbindung in die wichtigen Städte Ludwigshafen und Mannheim. Schindlers Telegraph von 1865 nennt bereits einzelne Schnellzüge zwischen Neunkirchen (Saar) Hbf und Ludwigshafen (Rhein) Hbf, allerdings sind diese nicht mit den heutigen Standards eines Schnellzuges vergleichbar. Sie hielten auf fast allen Bahnhöfen und stellten keine unmittelbare Alternative zu den normalen Personenzügen dar, die überall hielten.
Es dauerte bis in das 20. Jahrhundert, bis ein verstärktes Personenschnellzugkonzept eingeführt wurde. Die ersten Fernzüge befuhren in den 1930er Jahren die Strecke. Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich begann der "Boom" des Personenverkehrs auf der KBS 670: Fern- und Regionalverkehr wurden verdichtet, ausgelöst durch immer stärkeres Passagieraufkommen und nicht zuletzt auch durch das beginnende Wirtschaftswunder.
Diese Entwicklung hielt bis Anfang der 2000er Jahre an, nachdem 1985 erst ein neues und erfolgreiches Fernverkehrskonzept eingeführt wurde. Bereits 2001 begann man mit der Reduktion des Angebots, bis man zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2002 den Fernverkehr auf ein Minimum reduzierte und fortan immer weiter abbaute, was nicht zuletzt auch zurückgehenden Fahrgastzahlen geschuldet war. Mit Beginn des ICE-Verkehrs nach Paris im Juni 2007 stagnierte diese Entwicklung zunächst. Doch bereits vier Jahre später wurde bekannt, dass zum Fahrplanwechsel 2011/2012 im Dezember 2011 die Zahl der montags bis freitags verkehrenden IC-Züge noch weiter reduziert wird.
Die nachfolgenden Ausführungen beleuchten die Entwicklung des Fernverkehrs über die Anfänge in den 1920er Jahren über den Höhepunkt in den 1990ern bis hin zur schleichenden Reduktion in den 2000er Jahren.
Die nachfolgenden Ausführungen werden stellenweise durch Fahrplandaten ergänzt. Eine Übersicht über Komplettfahrpläne des Fernverkehrs verschiedener Jahrgänge finden Sie hier.

Am Anfang und nach dem Zweiten Weltkrieg
Während die KBS 670 im Güterverkehr eine große Rolle spielte, erkannte man bald auch die Wichtigkeit einer solchen Magistrale für den Fernverkehr. So war schnell klar, dass sich mit dieser Strecke ein vollständiger Zuglauf von Berlin über Frankfurt (Main) und Saarbrücken nach Paris etablieren lässt. So begann man Ende der 1920er Jahre ein Konzept auszuarbeiten, das den Fernverkehr auf der KBS 670 möglich machen sollte. Ein Hauptzug dieses Konzepts war D 180 von Berlin nach Neunkirchen (Saar). Dieser Zug fuhr über Frankfurt, Mannheim und Homburg (Saar) nach Neunkirchen (Saar). "Berühmt" machte ihn ein Unfall in Genthin im Jahre 1938 - einer der größten Eisenbahnunfälle Deutschlands.
Doch auch im Zweiten Weltkrieg war der Fernverkehr auf der KBS 670 umfangreicher als heute: Eine große Zugdichte, lange Zugläufe und lange Züge. Dies ist nicht zuletzt auf die Kriegslogistik zurückzuführen: Im Kursbuch finden sich auch einige Züge für Fronturlauber (SFR). Einige Beispiele für Fernverkehrszüge aus dem Jahre 1944 gibt die folgende Liste.

  • D 570: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf
  • D 142: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Ost
  • SFR 128: Calais - Lille Nord - Metz Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf
  • D 35: Metz Hbf - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Wien

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs kam das vorläufige Aus für Fernverkehrsverbindungen dieser Art. Durch den Krieg wurde die Strecke so weit geschädigt, dass ein durchgehender Verkehr und damit Fernverkehrsverbindungen wie diejenigen von 1944 nicht mehr möglich waren. Bereits im Sommer 1945 begannen Wiederherstellungsarbeiten an der Strecke, die sich jedoch über 15 Jahre hinziehen sollten. Gleichzeitig zu dieser Zeit begann man, einen einfachen Eilzugverkehr auf die Beine zu stellen, der vorerst die Städte Mannheim und Kaiserslautern miteinander verbinden sollte. Züge dieser Art benötigten jedoch unmittelbar nach dem Krieg noch annähernd zwei Stunden für die Strecke - bedingt durch die Schäden und die damit verbundenen Wiederherstellungsmaßnahmen. 1948 war die Strecke wieder halbwegs durchgehend befahrbar, sodass ein einigermaßen geordneter Verkehr möglich war.
1950 fuhren wieder die ersten Fernverkehrszüge - wenn auch nicht auf dem Weg, auf dem sie dies heute tun. Da die Strecke vor allem im tunnelreichen Abschnitt zwischen Neustadt (Weinstraße) und Kaiserslautern immer noch große Schäden aufwies, musste man eine andere Lösung finden, die Züge über die Strecke zu leiten. Man entschied sich schließlich für eine Streckenführung, die noch bis ins Jahr 1984 bestehen sollte: Die Züge wurden über die Nahe- und Alsenzbahn geleitet und über die Ausweichanschlussstelle (Awanst) Eselsfürth wieder auf die KBS 670 übernommen, die sie dann bis nach Saarbrücken befuhren. Es ergaben sich damit also folgende Zugläufe für die ersten D-Züge nach Frankreich:

  • Frankfurt (Main) Hbf - Mainz Hbf - Bad Kreuznach - Alsenz - Hochspeyer - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Hochspeyer - Alsenz - Bad Kreuznach - Mainz Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Damit konnten erstmalig nach dem Krieg wieder hochwertige Schnellzüge angeboten werden. Zwei Beispiele für Züge dieser Art seien die folgenden D-Züge:

  • D 1111: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - (Awanst Eselsfürth) - Alsenz - Bad Kreuznach - Mainz Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • D 1114: Frankfurt (Main) Hbf - Mainz Hbf - Bad Kreuznach - Alsenz - (Awanst Eselsfürth) - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

Bis 1984 behielt man diese Zugläufe bei; mit Verlegung dieser Züge auf die Strecke über Neustadt (Weinstraße) waren aus den D-Zügen schon Eurocitys (EC) geworden.

Die Sechsziger
Bereits 1960 war die Strecke wieder durchgehend von Mannheim bis Saarbrücken befahrbar. Damit wurde eine schnellere Führung für Züge Richtung Mannheim bzw. Saarbrücken/Paris möglich.

  • D 1101: Bar le Duc - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • D 1124: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz

Diese Züge waren, neben den Zügen über Mainz und Bad Kreuznach, Grundlagen für die heutigen Schnellzüge zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est.
Bereits vor der Einführung der D 1101 und D 1124 gab es Fernzüge aus anderen Städten. Diese Zügen nahmen, ähnlich wie die Züge über Bad Kreuznach, einen etwas anderen Laufweg als die heutigen Schnellzüge. So findet sich bei einem Blick ins Kursbuch 1959 folgender Zuglauf, der so heute nur noch mit erheblichem Aufwand realisierbar wäre:

  • D 546: München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Einöd (Saar) - Bierbach - Rohrbach (Saar) - Saarbrücken Hbf

Verbindungen dieser Art über die beiden Äste - Bierbacher und Bexbacher Strecke - waren bis in die 1970er Jahre üblich. Zum Teil wurde in Neunkirchen (Saar) Hbf, Bexbach, Bierbach, Zweibrücken Hbf oder Pirmasens Nord gehalten. In den allermeisten Fällen fuhren die Züge jedoch ohne Halt durch. Einzelne Verbindungen führten in den 1960er Jahren auch Züge der Relation Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf ab Rohrbach (Saar) über Bierbach nach Homburg (Saar) Hbf. Dies waren jedoch nur wenige Verbindungen.
Dagegen gab es 1959 auch D-Züge, die die Strecke durchgehend befuhren und damit durchaus den heutigen Schnellzügen ähnelten, z.B.

  • D 1118: Heidelberg Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • D 127: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Weiterhin wurden - wie bereits oben geschildert - auch Züge aus Trier, Metz oder Bar le Duc über diese Route nach Heidelberg, Stuttgart oder München geführt.
Kurz eingegangen werden soll auch auf die bereits erwähnten Fernzüge, die die heutige KBS 670 nur auf einem kleinen Abschnitt von nur knapp 16 Kilometern befuhren. Dabei handelt es sich um Schnellzüge von Saarbrücken Hbf Richtung Süden, zumeist nach Stuttgart Hbf oder München Hbf. Erkennbar ist: Die Züge verlassen in Rohrbach (Saar) die KBS 670 und befahren diese während ihrer weiteren Fahrt auch nicht wieder.
Zwei Beispiele für solche Züge sind D 131 und D 132:

  • D 131: Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf - München Hbf
  • D 132: München Hbf - Karlsruhe Hbf - Landau (Pfalz) Hbf - Pirmasens Nord - Zweibrücken - Rohrbach (Saar) - Saarbrücken Hbf

So bestand der Fernverkehr auf der KBS 670 bis ins Jahre 1969.

TEE-Verkehr und Erweiterungen im Konzept
Mit Beginn des Jahresfahrplans 1957 führte die Deutsche Bundesbahn mit fünf anderen europäischen Eisenbahnverwaltungen das TEE-Konzept ein. Dieses sah einen hochwertigen Schnellverkehr mit Triebwagen ausschließlich der ersten Klasse innerhalb Deutschlands mit Verbindungen ins Ausland vor. Es dauerte jedoch bis 1970, bis ein Zugpaar dieser neuen Zugart von Frankfurt (Main) Hbf nach Paris Est den Weg über die KBS 670 nutzte:

  • TEE 50: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • TEE 51: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Diese beiden TEE bildeten - wie bereits die D-Züge über Mainz und Bad Kreuznach bzw. Mannheim und Kaiserslautern - eine entscheidende Grundlage für den heutigen Schnellverkehr zwischen Frankfurt (Main) und Paris Est auf der KBS 670. Neben den üblichen F- und D-Zügen stellten sie eine eigentlich sinnvolle Ergänzung des Fernverkehrsangebots auf der Strecke dar.
Doch bereits nach kurzer Zeit zeigte sich: Der TEE ist auf dieser Strecke in dieser Form nicht rentabel. Nur wenige Reisende nutzten die hochwertige Verbindung nach Paris und so wurde das Zugpaar 1975 wieder eingestellt, da eine Weiterführung für die Deutsche Bundesbahn mit einem Verlustgeschäft verbunden gewesen wäre.
Mit Einstellung des TEE wurde an seine Stelle ein D-Zugpaar gesetzt, welches einen für damalige Verhältnisse nicht unüblichen Laufweg aufwies:

  • D 450: Warszawa Wschodina - Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • D 451: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf - Warszawa Wschodina

Diese beiden Züge waren die längsten - sowohl hinsichtlich der Zuglänge als auch ihres Laufwegs und ihrer Reisezeit - im planmäßigen Personenverkehr, die auf der KBS 670 nach Ende des Zweiten Weltkrieges jemals eingesetzt wurden. Ihr Wagenpark setzte sich zusammen aus 10 Wagen der polnischen Staatsbahn PKP und mehreren Schlafwagen der französischen Staatsbahn SNCF. Dies war in Anbetracht der Tatsache, dass der Zug als Nachtzug verkehrte, auch durchaus angebracht. Weiterhin waren auch Wagen der Deutschen Bundesbahn im Zugverband eingereiht.
1982 brach man den Zuglauf dieser beiden Züge in Frankfurt (Main) Hbf. Neu eingeführt wurden D 251/252, die ab 1983 als FD 152/153 ohne Namenszusatz fuhren. 1984 wurde diese Verbindung zum IC befördert und verkehrte weiterhin ohne Namen.

  • IC 152: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • IC 153: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Bis 1986 ließ man das Angebot weitgehend unverändert: D- und Eilzüge bildeten mit verschiedenen Zugläufen das Rückgrad zwischen Mannheim Hbf und Saarbrücken Hbf; außer den bereits genannten wurden keine weiteren IC-Züge eingesetzt. Diese wurden erst 1987 als Eurocity eingeführt.
Vorher verkehrte jedoch ab 1979 ein D-Zugpaar, welches schon seit 1960 auf der KBS 670 eingesetzt wurde: 354 und 355. Diese beiden D-Züge verkehrten ab 1979 nur unter anderer Zugnummer, aber mit unverändertem Laufweg:

  • D 354: Berlin Friedrichstraße - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz - Paris Est
  • D 355: Paris Est - Metz - Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Berlin Friedrichstraße

Dieses Zugpaar verkehrte auch nach dem Bau der Berliner Mauer weiter auf dieser Strecke. Im Grenzbereich zur DDR wurde für Pass- und Zollkontrollen entsprechend lange gehalten. Im Bereich der DDR selbst gab es keine Verkehrshalte mit Ein- und Ausstieg.

1979: Aufnahme des IC-Verkehrs
Eine weitere Änderung 1979 war die Einführung des IC-Zugpaars 594/595 "Saar-Kurier" zwischen Saarbrücken Hbf und München Hbf im Rahmen des neuen Intercity-Konzepts der Deutschen Bundesbahn. Diese beiden Züge waren die ersten IC-Züge auf der Strecke. Selbst 2013 ist dieses Zugpaar noch nahezu unverändert auf der Strecke unterwegs, lediglich Zuggattung und Zugnummer änderten sich im Laufe der Zeit mehrmals, ebenso wie das Ziel des Zuges: Statt nach München Hbf fährt der Zug nun nach Graz, nachdem er einige Jahre zuvor noch Klagenfurt Hbf oder Salzburg Hbf zum Ziel hatte. 1979 sah das Kursbuch für IC 594 und IC 595 folgende Zugläufe vor:

  • IC 594: München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Saarbrücken Hbf
  • IC 595: Saarbrücken Hbf - Homburg (Saar) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf

Diese Züge führten 1979 Kurswagen nach Klagenfurt mit. Einige Jahre später verlängerte man den Zuglauf der beiden ICs über München hinaus nach Klagenfurt, sodass die Kurswagen nicht mehr Bestandteil des Zuges waren.
Neben diesen Zügen verkehrte auch 1979 noch ein D-Zug über die oben bereits erwähnte Route über Landau (Pfalz) nach München, mit der Ausnahme, dass die Rückleistung von München nach Saarbrücken den "Regelweg" über Mannheim und Neustadt (Weinstraße) befuhr. Weitere D-Züge auf diesem Laufweg endeten in Stuttgart Hbf.

  • D 895: Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf (später 2895)
  • D 894: München Hbf - Stuttgart Hbf - Karlsruhe Hbf - Heidelberg Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf

Da für beide Züge der gleiche Wagenpark verwendet wurde, legten die Wagen eine Rundreise durch den Südwesten Deutschlands zurück. Bis 1984 wurden dafür die bekannten Popwagen im Versuchsanstrich von 1972 bis 1974 verwendet.

Kleinere „nderungen und Fernverkehrsreform 1985
1984 "befreite" man das Zugpaar D 354/D355 von seinen Kurswagen. Fortan verkehrten D 252/253 allein zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est als einziger Nachtzug, während D 354 und 355 nur noch die Strecke Saarbrücken Hbf - Berlin bedienten. Hierbei wurden bei letzteren ausschließlich DB-Wagen eingesetzt. Beide Züge wurden in Saarbrücken Hbf vereinigt bzw. getrennt.
Bis zur Aufteilung in zwei verschiedene Züge wurden in D 354/355 auch Kurswagen nach Paris befördert, wovon einer bereits ab Berlin beigestellt wurde. Die restlichen Kurswagen endeten bzw. begannen in Heidelberg. 1986 statte man dieses Zugpaar mit den neuen Speisewagen der Mitropa vom DDR-Typ WRme (später WRom 130) aus.
1985 kam schließlich der große Aufschwung im Fernverkehr auf der KBS 670: die Fernverkehrsreform der Deutschen Bundesbahn. Diese sah eine Verdichtung des deutschen Schienenschnellverkehrs vor - dies betraf auch die KBS 670. Folgende Änderungen waren für die KBS 670 vorgesehen:

  1. Einführung des Saar-Pfalz-Taktes, d.h. Herstellung einer stündlichen D- oder Eilzug-Verbindung zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf mit teilweisen Verlängerungen über Mannheim und Saarbrücken hinaus,
  2. Verdichtung der bereits bestehenden Eilzug-Verbindungen zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf.

Mit diesen Neuerungen ergab sich eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Stand von 1979. Eine davon war die Verlegung des Zugpaares D 258/255 von der KBS 670 auf die Strecke Saarbrücken - Neunkirchen (Saar) Hbf - Bad Kreuznach - Mainz. Der Zug fuhr also nicht mehr über die KBS 670 von Saarbrücken nach Frankfurt (Main) Hbf. Allerdings wurde dieses Zugpaar durch ein neues ersetzt und ging somit nicht verloren:

  • D 2654: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • D 2655: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Neustadt (Weinstraße) Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

1987: Die ersten Eurocitys
1987 einigten sich viele europäische Eisenbahnverwaltungen auf die neue Zuggattung Eurocity (EC), die eine Art internationalen Intercity darstellte. Damit kam wieder eine neue Zuggattung auf die Strecke: Durch die Umbenennung von IC 152 und IC 153 enstanden EC 52 und EC 53. Diese trugen fortan den Namen "Victor Hugo". Bei beiden Zügen kamen ausschließlich DB-Wagen zum Einsatz.

  • EC 52 Victor Hugo: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 53 Victor Hugo: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Ab 1988 fand ein weiteres EC-Zugpaar den Weg in den Fahrplan, welches den Namen "Goethe" trug. Hier kamen SNCF-Wagen zum Einsatz. Insgesamt waren ab 1989 vier EC-Züge auf der Strecke unterwegs.

  • EC 52 Victor Hugo: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 53 Victor Hugo: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 56 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57 Goethe: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

1989 wurde das Angebot vier weitere Züge erweitert, welche ebenfalls Namen trugen. Es wurden nun die folgenden Verbindungen angeboten:

  • EC 52 Victor Hugo: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 53 Victor Hugo: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 56 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57 Goethe: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 54 Gustave Eiffel: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 55 Gustave Eiffel: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 58 Heinrich Heine: Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 59 Heinrich Heine: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf

Weiterhin führte man 1988 für ein Jahr wieder D-Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf als Teil des dort eingeführten Zweistundentaktes ein. Diese Züge befuhren ab Rohrbach (Saar) den heute als KBS 674 bezeichneten Teil der Pfälzischen Ludwigsbahn und erreichten ihr Ziel so über Zweibrücken - Pirmasens Nord - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf. Diese D-Züge wurden mit vierstündlich verkehrenden neuen RSB-Zügen Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf zu einem Zwei-Stundentakt ergänzt, wofür neue Dieseltriebwagen der Baureihe 628.2/928.2 eingesetzt wurden. Ab 1989 fuhren diese RSB-Züge mit dem verkürzten Zuglauf Saarbrücken Hbf - Rohrbach (Saar) - Landau (Pfalz) Hbf - Karlsruhe Hbf alle zwei Stunden. Mit der Umbenennung zu RE-Zügen 1995 wurden sie Leistungen des Regionalverkehrs.
1990 wurden die verbliebenen D-Züge mit Ziel Stuttgart Hbf auf neue Wagen des Typs Bm 235 umgestellt, was Geschwindigkeiten bis 160 km/h ermöglichte. Ab 1991 fuhren diese Wagen auch auf den Verbindungen nach Frankfurt (Main) Hbf.

1991: Der Interregio kommt
Einen großen Aufschwung im Fernverkehr brachte 1988 die Einführung der neuen Produktmarke Interregio bei der DB. Unter dem Motto "Die neue Art zu reisen" sollten systematisch die bisherigen D-Züge deutschlandweit ersetzt werden. Dies war notwendig, da die D-Züge in ihren eigenen Fahrplänen fuhren, ohne festen Takt oder Verkehrstage. Nur auf Einzelstrecken, u.a. der KBS 670, war ein D-Zug-Taktverkehr eingerichtet werden (s.o.). Der Interregio sollte dies ändern: Er sollte ein Bindeglied zwischen dem Regionalverkehr und dem hochwertigen Fernverkehr in Form von Intercity, Eurocity und später Intercity-Express (ICE) sein. Kern des Konzeptes war dabei die Zuschlagfreiheit der Züge und der, analog zum IC-, EC- und später eingeführten ICE-Netz, getaktete Fahrplan.
Das IR-Zeitalter auf der KBS 670 begann prinzipiell schon mit der Fernverkehrsreform 1985, als D-Züge im genauen Zweistundentakt als Vorläufer der IR-Züge zwischen Saarbrücken und Stuttgart eingeführt wurden. Diese Züge wurden zum 24. März 1991 auf Interregio-Wagenmaterial umgestellt. Mit Einführung der neuen IR-Linie 26 Zuges zum Sommerfahrplan 1991 wurden die D-Züge auf der Strecke endgültig ersetzt. Nur einzelne Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Frankfurt (Main) Hbf blieben erhalten. Zwischen Saarbrücken und Mannheim wurde nun ein Zweistundentakt mit den neuen IR-Zügen angeboten, welche über Mannheim hinaus auch Stuttgart, Ulm, Lindau auch Feldkirch, Bludenz und Landeck anfuhren. Einige Züge wurden über Saarbrücken hinaus nach Trier verlängert. Im Einzelnen wurden ab 24. März 1991 folgende IR-Verbindungen angeboten:

  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Ulm Hbf und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Lindau und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Bludenz und zurück
  • IR Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Feldkirch und zurück
  • IR Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Landeck und zurück
  • IR Trier Hbf - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Bludenz und zurück

Diese Züge verkehrten, wie bereits die vorherigen D-Züge, täglich alle zwei Stunden in beide Richtungen.
Durch den Fall der Berliner Mauer 1989 und durch die Öffnung der Tore für den Schienenverkehr in die ehemalige DDR führte man ab 1991 ebenfalls auch neue IC- und EC-Züge in diese Bundesländer ein. Die meisten EC-Züge aus Paris wurden über Eisenach und Erfurt nach Leipzig oder Dresden verlängert. Es verkehrten ab 1991 folgende Züge:

  • EC 53 Victor Hugo: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 52 Victor Hugo: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57 Heinrich Heine: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf - Dresden Hbf
  • EC 56 Heinrich Heine: Dresden Hbf - Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 55 Gustave Eiffel: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf
  • EC 54 Gustave Eiffel: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 59 Goethe: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf Mo - Sa
  • IC 859 Goethe: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf So
  • EC 58 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est Mo - Sa
  • IC 858 Goethe: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf So

Neben diesen neuen Zügen verkehrte auch der "Starzug" Saar-Kurier weiter auf der Strecke; zwar mit gleichem Zuglauf, aber unter den neuen Zugnummern 812/813.
Neu eingeführt wurde 1991 als Ersatz der bisherigen Züge D 354/355 auch ein neues IC-Zugpaar:

  • IC 157 Georg Philipp Telemann: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf
  • IC 156 Georg Philipp Telemann: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf.

Saar-Kurier - Der Starzug der Strecke mit einer langen Tradition
Im Folghhenden einige Bemerkungen zum "Starzug" der KBS 670, dem Zugpaar Saar-Kurier: Der Zug wurde bei seiner Einführung 1979 unter den Zugnummern 594/595 als IC eingeführt und bediente den Zuglauf Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf. 1991 erfolgte die Umnummerierung in IC 812/813, wobei der Zuglauf unverändert blieb. Einzige Neuerung war, dass der Zug Kurswagen nach Klagenfurt mitführte.
1993 wurde aus IC 812/813 das Zugpaar EC 14/15 Patscherkofel mit dem Zuglauf Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Klagenfurt. Damit waren die Kurswagen, die der Zug zu seiner IC-Zeit von 1991 bis 1993 mitführte, überflüssig und wurden in den Zug selbst integriert. 1996 schließlich erfolgte die Umbenennung in EC 112/113 Wörthersee; auch hier blieb der Zuglauf gegenüber 1993 unverändert.
2002 wurde im Rahmen der Streichung der IR-Verbindungen auf der KBS 670 auch EC 112/113 verkürzt: Er verkehrte von nun an als IC 2293/2292 zwischen Saarbrücken Hbf und Salzburg Hbf. Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2009 erfolgte eine erneute Umbenennung des Zuges: Er hieß fortan EC 316/317 und wurde über Salzburg hinaus bis Graz Hbf verlängert. Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2010 änderten sich die Zugnummern zu 216/217, der Zuglauf bleib dabei erneut unverändert.

Ab 1992: Fernverkehrsausweitung
Der Fernverkehr auf der KBS 670 war nun mit der Einführung der neuen Züge 1991 gegenüber 1979 erheblich besser gestellt, was auch der enorme Zuspruch zeigte, der nicht zuletzt dem Interregio-Verkehr geschuldet war. Aus diesem Grund und durch die Erweiterung der Bundesrepublik Deutschland durch die Bundesländer der ehemaligen DDR entschied man sich für die Einführung weiterer IC- und IR-Züge ab 1992:

  • IC 563 Pfälzer Wald: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim - Frankfurt (Main) Hbf ab 1992
  • IC 552 Pfälzer Wald: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 557 Gottfried Semper: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf ab 1992
  • IC 556 Gottfried Semper: Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 651 Wartburg: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf ab 1992
  • IC 650 Wartburg: Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1992
  • IC 559 Saarland: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Dresden Hbf ab 1993, als Ersatz für EC 58/59
  • IC 558 Saarland: Dresden Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993, als Ersatz für EC 58/59
  • IR 2362: Lindau - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993
  • IR 2364: Lindau - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1993
  • IR 2337: Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Trier Hbf - Koblenz Hbf - Köln Hbf - Recklinghausen - Greifswald ab 1994
  • IR 2260: Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1996
  • IR 2366: Ulm Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1994
  • IR 2165 Hambacher Schloss: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - Nürnberg Hbf ab 1994
  • IR 2166: Nürnberg Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf ab 1994

Die IC 563, 562, 557, 556, 651, 650, 559 und 558 wurden eingeführt als Ersatz für die bis 1992 verkehrenden D-Züge zwischen Saarbrücken Hbf (Paris Est) und Frankfurt (Main) Hbf bzw. Dresden Hbf. Dieser neuen IC-Linie gab man die Nummer 9. In sie waren auch die EC zwischen Paris Est und Frankfurt (Main)/Dresden und später auch Prag integriert. Neben diesen Neueinführungen führte man zusätzliche eine Neunummerierung bzw. einen Namenstausch zwischen bereits vorhandenen IC- bzw. EC-Zügen durch, auf die hier nicht weiter eingegangen wird, da sie 1994 wieder rückgängig gemacht wurden.
Neben diesen - durchaus als positiv zu bewertenden - Änderungen wurden jedoch die D-Zug-Halte in St Ingbert und - bis auf wenige Ausnahmen - Landstuhl gestrichen. Somit waren die beiden Bahnhöfe ab 1991 nur noch durch wenige einzelne Interregiohalte zu Hauptverkehrszeiten und den Regionalverkehr an die großen Städte angebunden. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 war Landstuhl noch immer ein fahrplanmäßiger Halt zweier Fernzüge:

  • IC 2051: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • EC 217: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Salzburg Hbf

Mit dem Winterfahrplan 2012/2013 erhielt Landstuhl zusätzliche Fernverkehrshalte, wovon einer auch einen Zug in Richtung Saarbrücken betraf:

  • IC 2057: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf Fr, So
  • IC 2058: Stuttgart Hbf - Heidelberg Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Landstuhl - Saarbrücken Hbf Fr

Eine weitere interessante Verkehrsentwicklung ging 1995 vonstatten, als man den folgenden Zuglauf dem EC-Zugpaar 56/57 zuordnete:

  • EC 56: Praha hl.n. - Dresden Hbf - Leipzig Hbf - Bebra - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Metz-Ville - Paris Est
  • EC 57: Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Bebra - Leipzig Hbf - Dresden Hbf - Praha hl.n.

2001: Die ersten ICEs
Mit der Einführung des Sommerfahrplans am 10. Juni 2001 wurde dieser lange Zuglauf jedoch wieder bis Frankfurt (Main) Hbf reduziert. Grund für diese Verkürzung - die mit einem Rückschritt gleichzusetzen ist - war der Ausbau des Abschnitts Frankfurt (Main) Hbf - Bebra auf 200 km/h. Bereits seit 1995 war die Vorbeiführung der Züge an Bebra vorbei direkt nach Fulda über einen Ausbaustreckenabschnitt möglich. Da sich die französische Staatsbahn SNCF jedoch weigerte, ihre Wagen für eine Geschwindigkeit von 200 km/h herzurichten, verkürzte man den Zuglauf. Von der Laufwegsänderung waren bis auf ein EC-Zugpaar alle Züge der IC-Linie 9 betroffen.
Weiterhin gab es ab 2001 eine weitere Reduzierung auf der Strecke: Die Züge der IC-Linie 9 whhurden teilweise durch ICE mit dem Zuglauf Saarbrücken Hbf - Frankfurt (Main) Hbf mit Verlängerungen nach Leipzig Hbf und Dresden Hbf ersetzt. Mit der ICE-Einführung einher ging die bereits erwähnte Verkürzung der EC-Zugläufe auf Paris Est - Metz-Ville - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf; gleiches galt für die IR zwischen Saarbrücken Hbf und Lindau mit ihren Verlängerungen nach Österreich.

1999 bis 2002: Der Interregio verabschiedet sich
Nur etwas mehr als zehn Jahre nach der Einführung ersetzte man mit Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 alle IR vollständig durch IC - dabei ging der getaktete IR-Fahrplan verloren. Diese Entwicklung war jedoch schon vor diesem Datum erkennbar.
Schon im Sommer 1999 wurden die meisten IR-Züge auf den Laufweg Mannheim - Saarbrücken (- Trier) beschränkt. Die bisherigen Bistro-Wagen wurden durch Snack-Wagen ersetzt, die aus IC-Großraumwagen (Bauart Bpmkpz) umgebaut wurden. Die Bistrowagen wanderten dafür in die EC-Züge Paris Est - Frankfurt (Main) Hbf ab. Lediglich das weiter oben bereits erwähnte Zugpaar 2292/2293 nach Salzburg Hbf - in ungefährer Zeitlage des ehemaligen Saar-Kurier - blieb bestehen. Der Fernverkehrsstand entsprach ab diesem Jahr wieder dem von 1984.
Bereits zum "langen" Fahrplan 2001/2002, der vom Sommer 2001 bis Dezember 2002 galt, wurden drei Interregio-Züge durch RE-Züge zwischen Mannheim Hbf und Saarbrücken Hbf mit Verlängerung nach Trier Hbf ersetzt. Zum Einsatz kamen in Verkehrsrot umgespritzte IR-Wagen.
Es verkehrten zu diesem Zeitpunkt nur noch einzelne IR-Züge in einem unregelmäßigen Fahrplan, der morgens und abends mehr Züge vorsah als mittags und nachmittags.
Der ICE-Verkehr wurde bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003 wieder gekürzt: Einige Zugpaare verkehrten fortan nur noch auf der Strecke Saarbrücken Hbf - Frankfurt (Main) Hbf. Bis auf eine Ausnahme am Morgen, die - je nach Verkehrstag - in Leipzig oder Eisenach begann, gab es damit nur noch eine ICE-Verbindung zwischen Saarbrücken Hbf und Dresden Hbf. Nach der Interregio-Ära auf der Strecke kam mit Fahrplanwechsel im Dezember 2003 trotzdem wieder ein fahrplanmäßiges Zugpaar auf die Strecke, welches einen ähnlich langen Zuglauf aufwies wie die damaligen IR-Züge.

  • ICE 1557: Saarbrücken Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Leipzig Hbf - Dresden Hbf
  • ICE 1554: Dresden Hbf - Leipzig Hbf - Frankfurt (Man) Hbf - Saarbrücken Hbf
Ab Dezember 2004 wurde schließlich ein weiteres ICE-Zugpaar eingeführt, welches zugleich auch zum ersten Mal die Baureihe 402 planmäßig auf die Strecke brachte.
  • ICE 1071: Hamburg-Altona - Frankfurt (Main) Hbf - Darmstadt Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf Sa, So erst ab Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 776: Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Darmstadt Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Oldenburg (Oldenburg) So nur bis Bremen Hbf

2007: ICE- und IC-Streichungen
Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wurden größere Streichungen im IC- und ICE-Verkehr wirksam. Dabei wurden alle IC-Züge fortan nur noch montags bis freitags eingesetzt, einzige Ausnahme bildete dabei das Zugpaar nach Salzburg, das täglich (auch an Heiligabend und Silvester) verkehrte. Dies ist beim heutigen Nachfolgezugpaar 216/217 immer noch so.
Bei den 2003 eingeschränkten ICE-Verbindungen gab es dagegen umfangreichere Streichungen: Hier wurden die Vormittags- und Abendverbindungen 1646, 1051 und 1053 gestrichen, ebenso die oben erwähnte Nachmittagsverbindung.

2007: POS Nord - ICE nach Paris
Ab Juni 2007 führte man den ICE-Verkehr zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est über die KBS 670 ein. Die schnellsten Züge der Deutschen Bahn AG - die ICE 3 der Baureihe 406 - verkehrten fortan auf der Strecke. Sie ersetzten somit die langjährigen EC zwischen den beiden Metropolen Frankfurt (Mhhain) und Paris.
Man ging dabei in zwei Abschnitten vor:

  1. Vorlaufphase, 10. Juni 2007 bis 8. Dezember 2007: Ein Zugpaar (insgesamt zwei Züge, ein Zug pro Richtung) täglich zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est, fünf Züge zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est mit unterschiedlichen Verkehrstagen
  2. Hauptphase, ab 9. Dezember 2007: fünf Zugpaare täglich zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est

Im Einzelnen verkehrten während der Vorlaufphase folgende ICE mit unterschiedlichen Verkehrstagen:

  • ICE 9550 Saarbrücken Hbf 19.16 Uhr - 21.15 Uhr Paris Est
  • ICE 9551 Paris Est 06.43 Uhr - 08.42 Uhr Saarbrücken Hbf
  • ICE 9552 Saarbrücken Hbf 13.21 Uhr - 15.11 Uhr Paris Est
  • ICE 9554 Frankfurt (Main) Hbf 08.29 Uhr - 10.46 Uhr Saarbrücken Hbf 10.48 Uhr - 12.41 Uhr Paris Est (Sa, So)
  • ICE 9555 Paris Est 14.43 Uhr - 16.33 Uhr Saarbrücken Hbf
  • ICE 9556 Saarbrücken Hbf 12.21 Uhr - 14.15 Uhr Paris Est ersetzt EC 54 zwischen Saarbrücken Hbf und Paris Est
  • ICE 9558 Frankfurt (Main) Hbf 06.34 Uhr - 08.46 Uhr Saarbrücken Hbf 08.48 Uhr - 10.45 Uhr Paris Est (Mo - Fr) ersetzt EC 52
  • ICE 9559 Paris Est 18.54 Uhr - 20.47 Uhr Saarbrücken Hbf 20.50 Uhr - 22.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf ersetzt EC 53

Seit Fahrplanwechsel und Einführung der Hauptphase am 9. Dezember 2007 verkehren nun folgende ICE mit unterschiedlichen Verkehrstagen:

  • ICE 9550 Frankfurt (Main) Hbf 19.01 Uhr - 20.59 Uhr Saarbrücken Hbf 21.01 Uhr - 22.53 Uhr Paris Est hh
  • ICE 9551 Paris Est 06.58 Uhr - 08.58 Uhr Saarbrücken Hbf 09.00 Uhr - 10.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552 Frankfurt (Main) Hbf 16.58 Uhr - 18.59 Uhr Saarbrücken Hbf 19.01 Uhr - 20.51 Uhr Paris Est
  • ICE 9553 Paris Est 09.01 Uhr - 10.58 Uhr Saarbrücken Hbf 11.00 Uhr - 12.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9554 Frankfurt (Main) Hbf 12.59 Uhr - 14.59 Uhr Saarbrücken Hbf 15.01 Uhr - 16.50 Uhr Paris Est
  • ICE 9555 Paris Est 13.09 Uhr - 14.58 Uhr Saarbrücken Hbf 15.00 Uhr - 16.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9556 Frankfurt (Main) Hbf 09.01 Uhr - 10.59 Uhr Saarbrücken Hbf 11.01 Uhr - 12.49 Uhr Paris Est
  • ICE 9557 Paris Est 17.09 Uhr - 18.58 Uhr Saarbrücken Hbf 19.00 Uhr - 20.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9558 Frankfurt (Main) Hbf 06.00 Uhr - 07.58 Uhr Saarbrücken Hbf 08.00 Uhr - 09.50 Uhr Paris Est
  • ICE 9559 Paris Est 19.05 Uhr - 20.58 Uhr Saarbrücken Hbf 21.00 Uhr - 22.58 Uhr Frankfurt (Main) Hbf

Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2012 sollten auf der KBS 670 abschnittsweise Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht werden. Aufgrund technischer Probleme bei der Ausrüstung mit dem dafür erforderlichen Zugleitsystem ETCS wurde dieses Ziel vorläufig auf Dezember 2015 verschoben. hh

2008/2009: ICE-Ersatzverkehre
Aufgrund eines Trafobrandes beim Triebzug "Köln" (406 082) wurde es im Juni 2008 notwendig, das Zugpaar

  • ICE 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

bis Anfang Juli durch Ersatzzüge in Form französischer TGV-Triebzüge oder deutscher IC-Wendezüge - bespannt mit Loks der Baureihen 120 oder 181 - zu ersetzen. Dieser Ersatz wurde hinfällig, als Ende Juli 2008 in Köln Hbf ein IChhE-Triebzug der Baureihe 403 wegen einer gebrochenen Achse entgleiste. Daraufhin wurden alle ICE der Baureihen 403 und 406 - und somit auch die frankreichtauglichen ICE - für Untersuchungen aus dem Verkehr gezogen. Alle Züge der Relation Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf und Gegenrichtung wurden durch Ersatzzüge in Form von IC-Zügen - bespannt mit 181 (teilweise auch als so genanntes Sandwich) - oder in Form von Triebzügen der Baureihen 411 und 415 ersetzt.

hhEnde Oktober 2008 wurde bei einem ICE-Triebzug der Baureihe 411 ein Riss in einer Achse festgestellt. Daraufhin zog die Deutsche Bahn AG alle Züge dieser Baureihe, auch die verkürzten Triebzüge der Baureihe 415, aus dem Verkehr. Dies hatte massive Zugausfälle zur Folge, welche auch auf der KBS 670 zu spüren waren. ICE 1557 und ICE 1594 wurden durch einen D-Zug ersetzt, welcher mit vier modernisierten Nahverkehrswagen und Loks der Baureihe 110 zunächst zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf und später dann zwischen Saarbrücken Hbf und Frankfurt (Main) Hbf in den Fahrzeiten der beiden ICE-Züge verkehrte (siehe Foto links):

  • D 2464: (Frankfurt (Main) Hbf -) Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • D 2469: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf (- Frankfurt (Main) Hbf)

Die Ausnahme bildeten Einsätze der Baureihen 115 und 181 vor diesen Zügen. Mit dem 30. November 2008 endete der Verkehr dieser D-Züge, fortan verkehrten wieder ICE-Züge - bis Mitte Dezember (siehe unten). hh

Weitere Informationen zum ICE-Ersatzverkehr 2008/2009 finden Sie hier.

2009: Wieder Nachtzüge auf der Strecke
Neben den POS Nord-Verkehren kommt auf der KBS 670 weiterhin auch "normaler" Fernverkehr zum Einsatz. Einige EC-Züge, welche durch die Einführung des ICE-Verkehrs zwischen Frankfurt (Main) und Paris nicht mehr verkehren, wurden durch IC ersetzt.
Wie bereits oben erwähnt, wurde mit Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 das Zugpaar IC 2292/IC2293 durch ein EC-Zugpaar ersetzt:

  • EC 316: Graz Hbf - Salzburg Hbf - München Hbf - Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • EC 317: Saarbrücken Hbf - Landstuhl - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Salzburg Hbf - Graz Hbf

Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2010 änderten sich die Zugnummern um jeweils 100 nach unten auf 216 und 217. Gefahren werden diese Züge mit deutschem Wagenpark und deutschen Lokomotiven.hh
Eine weitere bemerkenswerte Ergänzung des Fernverkehrs geht mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 einher. Zum ersten Mal seit dem Jahre 2000 wurde auf der Strecke wieder planmäßig ein Nachtzug eingesetzt. Er stellt fortan eine Verbindung zwischen Paris Est und Berlin her und hält planmäßig nur in Saarbrücken zum Ein- bzw. Ausstieg:

  • CNL 451 (Perseus): Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim (Betriebshalt) - Göttingen - Hannover - Berlin-Südkreuz
  • CNL 450 (Perseus): Berlin-Südkreuz - Hannover - Göttingen - Mannheim (Betriebshalt) - Saarbrücken Hbf - Paris Est

Mitgeführt werden zudem Kurswagen nach und von München bzw. Innsbruck mit unterschiedlichen Verkehrstagen, die in Mannheim mit dem Stammzug vereinigt bzw. von ihm getrennt werden:

  • CNL 40418: (Innsbruck Hbf - ) München Hbf - Ulm Hbf - Mannheim Hbf (Betriebshalt) - Saarbrücken Hbf - Paris Est
  • CNL 40451: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf (Betriebshalt) - Ulm Hbf - München Hbf (- Innsbruck Hbf)

hhAls Zugloks werden vor diesen Zügen unter anderem Loks der Baureihe 181.2 eingesetzt, dies allerdings nur zwischen Metz Ville und Mannheim Hbf. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wurden diese Züge auf die Strecke über Strasbourg verlegt, was mit umfangreichen Bauarbeiten in den kommenden Jahren zwischen Mannheim Hbf und Saarbrücken Hbf begründet wurde.

Neben diesen Änderungen wurden ab dem 14. Dezember 2008 zwei neue ICE-Ersatzzüge zwischen Saarbrücken Hbf und Frankfurt (Main) Hbf eingeführt. Ähnlich wie bereits D 2464 und D 2469 (s.o.) verkehrten diese beiden Züge in den Fahrzeiten der ICE 1557 bzw. ICE 1594. Als planmäßige Bespannung dieser Züge waren Loks der Baureihe 181 vorgesehen, gelegentlich kamen auch ICE-Triebzüge zum Einsatz. Im Einzelnen:

  • IC 79657: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • IC 79654: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf

Weitere Informationen zum ICE-Ersatzverkehr 2008/2009 finden Sie hier.

Aufgrund hoher Ausfallraten der deutschen ICE 3-Züge mit Frankreich-Ausstattung wurde ab dem 20. April 2009 das Zugpaar

  • ICE 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • ICE 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est

mit einem französischen TGV-Triebzug gefahren und heißt deshalb seitdem

  • TGV 9553: Paris Est - Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf
  • TGV 9552: Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf - Paris Est.

Der Ersatz war vorerst bis 2014 geplant, wurde dann aber bis Dezember 2015 verlängert. Weitere Informationen zum planmäßigen TGV-Einsatz auf der KBS 670 finden Sie hier.

2010: Wieder ein ICE aus Hamburg-Altona
Aufgrund des hohen Ausfalls der für den Verkehr zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est vorgesehenen ICE-Triebzüge der Baureihe 406 und der generell hohen Auslastung der Züge dieser Verbindung wurden ab dem 12. März 2010 zwei neue ICE-Verbindungen nach Saarbrücken geschaffen, welche als planmäßige Entlastungszüge dienen sollten. Dies waren

  • ICE 1097: Hamburg-Altona - Hannover Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf (freitags)
  • ICE 756: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf (freitags und sonntags),

wobei ICE 1097 lediglich die Verlängerung des bisherigen ICE 1097 von Hamburg-Altona nach Darmstadt Hbf darstellt. Die Verlängerung über Darmstadt hinaus erfolgte dabei in der Zeitlage des ehemaligen ICE 1071, welcher wenige Jahre zuvor bereits montags bis freitags Hamburg-Altona mit Saarbrücken verband (siehe hier).
ICE 756 hielt nach Aufbau der Verbindung am 12. März 2010 nicht in Kaiserslautern Hbf, erst ab dem 20. August 2010 wurde dort gehalten. Als Fahrzeugmaterial kamen Triebzüge der Baureihe 401 zum Einsatz.
Diese Verbindung wurde mit Fahrplanwechsel im Dezember 2010 in den Fahrplan mit aufgenommen, jedoch mit dem kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2011 an Sonntagen wieder eingestellt und durch eine zusätzliche IC-Verbindung ersetzt.

2012: Streichungen im IC-Verkehr und Nachtzug nach Moskau
Der Fahrplanwechsel im Dezember 2011 brachte im Fernverkehr sowohl kleine als auch große Veränderungen.
Die abendliche IC-Verbindung von Saarbrücken Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf, IC 2057, verkehrte fortan nur noch freitags und sonntags. Gleichzeitig wurde die morgendliche Schnellzugverbindung von Frankfurt (Main) Hbf nach Saarbrücken Hbf, IC 2058, auf einen Verkehrstag - Freitag - reduziert und um zwei Stunden nach nach hinten (d.h. später) verschoben. Sie befindet sich somit in etwa in der gleichen Fahrplanlage wie der bis Juni 2007 verkehrende EC 54. Ebenfalls eingestellt wurde die Verbindung Saarbrücken Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Kassel-Wilhelsmhöhe an Samstagen.
Der bereits im Fahrplanjahr 2011 an Sonntagen verkehrende IC 2305 von Frankfurt (Main) Hbf nach Saarbrücken Hbf wurde in den Fahrplan übernommen und verkehrt ab Dezember 2011 auch an Sonntagen von Saarbrücken Hbf nach Stuttgart Hbf unter der neuen Zugnummer IC 2351. Gleichzeitig verkehrt samstags neu IC 2059 von Saarbrücken Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf in der Zeitlage des montags bis freitags verkehrenden IC 2055.
Der Abschnitt zwischen dem Abzweig Limburgerhof und Schifferstadt wird seit Dezember 2011 wieder von einem planmäßigen Fernverkehrszugpaar befahren. IC 2284/2285 verkehrt von Karlsruhe Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf.

  • IC 2284: Karlsruhe Hbf - Germersheim - Speyer Hbf - Schifferstadt - Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Worms - Frankfurt (Main) Hbf
  • IC 2285: Frankfurt (Main) Hbf - Worms - Ludwigshafen (Rhein) Hbf - Schifferstadt - Speyer Hbf - Germersheim - Karlsruhe Hbf

Für Schifferstadt ist dies der erste Fernverkehrshalt nach einem Jahrzehnt.
Alle anderen IC-, EC- und ICE-Verbindungen blieben bestehen und änderten sich nur geringfügig in Ankunft und Abfahrt an einzelnen Stationen.
Neben den Streichungen im nationalen IC-Verkehr war die KBS 670 im Fahrplanjahr 2012 Teilabschnitt einer internationalen Euronight-Verbindung von Moskva Belorusskaja nach Paris Est. Im Einzelnen handelte es sich dabei um die Züge

  • EN 452: Moskva Belorusskaja - Brest Central - Warszawa Wschodina - Berlin Hbf - Hannover Hbf - Frankfurt (Main) Süd - Mannheim Hbf - Metz Ville - Paris Est
  • EN 453: Paris Est - Metz Ville - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Süd - Hannover Hbf - Berlin Hbf - Warszawa Wschodina - Brest Central - Moskva Belorusskaja.

Dabei war lediglich der Halt in Mannheim Hbf als Verkehrshalt entlang der KBS 670 ausgelegt. Übrige Halte, einschließlich Saarbrücken Hbf, wurden nur bei Bedarf genutzt. Für die Fahrt von der Moskwa an die Seine benötigte der Zug über die KBS 670 etwas mehr als 38 Stunden.
Diese Verbindung war die erste ihrer Art seit 25 Jahren, die die Pfälzische Ludwigsbahn nutzte. Der letzte Zug dieser Art verkehrte Mitte der 1980er Jahre zum letzten Mal, damals allerdings nur bis Warszawa Wschodina.

2013: Kein Zug mehr nach Russland, zusätzliche Halte in Landstuhl
Zum Fahrplanwechsel 2012/2013 im Dezember 2012 wurde die Verbindung auf die Strecke über Strasbourg verlegt, um die Streckenauslastung aufgrund mehrer Baumaßnahmen zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf zu verringern.
Zugleich wurden für IC 2058 und IC 2057 neue Verkehrshalte in Landstuhl eingeführt.

2014: Zugstreichungen im Nachtverkehr, nur geringe Änderungen im Tagesverkehr
Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wurde - wie bereits oben erwähnt - das 2009 eingeführte Nachtzugpaar 451 (455/471)/450 ebenfalls auf die Strecke über Strasbourg verlegt. Damit fahren seit diesem Datum auf der KBS 670 keine Nachtzüge im Fernverkehr mehr.
Im Tagesverkehr wurde der morgendliche IC 2284 um eine Stunde nach nach hinten verlegt und fährt in Schifferstadt statt bisher um 06.00 Uhr erst um 07.00 Uhr ab. Hiervon versprach man sich eine Steigerung der Attraktivität der Verbindung für Berufspendler nach Frankfurt (Main) Hbf.
Die Zugläufe der ICE-Linie 50, dies betrifft die Züge ICE 1557 und ICE 1594, wurden gekürzt. Die Züge fuhren seit Dezember 2013 nur noch bis Leipzig Hbf. Dies hing mit Änderungen im Fernverkehrsfahrplan im Bereich Leipzig und Dresden zusammen, die aufgrund mehrerer Baumaßnahmen erforderlich waren.
Alle anderen Züge blieben in ihren Fahrplänen bis auf geringe Änderungen in Ankunft und Abfahrt unverändert.

Neustrukturierung des Regionalverkehrs und auslaufende Verträge - Fernverkehr ab Dezember 2014
Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2014 entfiel der Verkehrshalt von IC 2057 in Landstuhl. Als Ersatz wurde Landstuhl fortan vom Nacht-IC 2050 angefahren, welcher in den Nächten von Sonntag auf Montag die beiden Landeshauptstädte Stuttgart Hbf und Saarbrücken Hbf verband.
Das Zugpaar IC 2284/IC 2285 wurde zum Fahrplanjahr 2015 endgültig gestrichen und verkehrte fortan nicht mehr. Der Abschnitt zwischen Schifferstadt und der Abzweigstelle Limburgerhof war damit wieder fernverkehrsfrei.

Die DB Fernverkehr AG kündigte Anfang August 2014 im Rahmen eines so genannten "Bahngipfels" eine Reduktion der nationalen Fernverkehrszüge zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf bzw. Frankfurt (Main) Hbf an. Diese Streichung wurde letztlich doch nicht realisiert. Die Einführung eines neuen Regionalverkehrskonzeptes in Rheinland-Pfalz führte ab Dezember 2014 schlieŸlich dazu, dass im Minutenabstand vor bzw. hinter den Fernverkehrszügen RE-Leistungen eingelegt wurden. Dies betraf exakt die Linien, die von der DB Fernverkehr als Streichungskandidaten benannt wurden. Die unglückliche Trassensituation entstand dadurch, dass die angekündigte Reduktion - vorerst - wieder verworfen wurde.
Da die Fernverkehrszüge gegenüber den parallel verkehrenden Regionalverkehrszügen keinerlei wettbewerbliche Vorteile aufweisen konnten und zudem noch drei Stationen mehr als die Fernverkehrszüge anfuhren, setzte eine starke Fahrgastabwandwerung vom Fern- zum Regionalverkehr ein. Hiervon ausgenommen waren die ICE- und TGV-Verbindungen nach Paris Est bzw. Frankfurt (Main) Hbf, da hier eine solche Konkurrenzsituation nicht existierte.
Die für DB Fernverkehr wirtschaftliche unbefriedigende Situation auf der Strecke führte dann mit Fahrplanwechsel im Dezember 2015 zur Durchsetzung der angekündigten Streichungen. Der Fernverkehr auf der KBS 670 war damit zum Beginn des Fahrplanjahres 2016 auf zwei Zugpaare geschrumpft:

  • EC 216/217: Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf - München Hbf - Salzburg Hbf - Graz Hbf
  • ICE 1557/1554: Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf - Frankfurt (Main) Hbf - Leipzig Hbf - Dresden Hbf

Zum 3. April 2016 war die Inbetriebnahme der LGV Est européenne (POS Süd) im Bereich Strasbourg geplant. Zuvor entgleiste am 14. November 2015 ein TGV während einer Versuchsfahrt und beschädigte u.a. eine Brücke schwer. Aufgrund der erforderlichen Ermittlungs- und Instandsetzungsarbeiten musste die Inbetriebnahme der Strecke jedoch auf den 3. Juli 2016 verschoben werden. Durch die Inbetriebnahme ist die Fahrt von Frankfurt (Main) Hbf nach Paris Est über Strasbourg zeitmäßig fortan kürzer als über Saarbrücken Hbf. Aus diesem Grund verweigerte die französische Bahngesellschaft SNCF fortan die Finanzierung eines fünften Zugpaares zwischen den beiden Städten mit Führung über Saarbrücken Hbf. Dieses Zugpaar wurde fortan über Strasbourg geführt. Im Einzelnen handelte es sich dabei um folgende ICE- bzw. TGV-Leistungen.

  • ICE 9551: Paris Est 07.05 - 08.46 Saarbrücken Hbf 08.48 - 10.18 Mannheim Hbf 10.20 - 10.58 Frankfurt (Main) Hbf
  • TGV 9552: Frankfurt (Main) Hbf 16.58 - 17.40 Mannheim Hbf 17.43 - 19.03 Saarbrücken Hbf 19.05 - 20.54 Paris Est

Damit sank die Zahl der ICE-Zugpaare zwischen Paris Est und Frankfurt (Main) Hbf über Saarbrücken Hbf von fünf auf vier. Insbesondere auf Bestreben der saarländischen Landesregierung wurde das wegfallende Zugpaar durch eine nationale IC-Verbindung zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf ersetzt. Dieses verkehrte in der gleichen Zeitlage wie die wegfallenden Züge.

  • IC 2058: Stuttgart Hbf 16.55 - 17.45 Mannheim Hbf 17.47 - 18.33 Kaiserslautern Hbf 18.35 - 19.18 Saarbrücken Hbf
  • IC 2059: Saarbrücken Hbf 08.51 - 09.35 Kaiserslautern Hbf 09.37 - 10.21 Mannheim Hbf 10.23 - 11.18 Stuttgart Hbf

Im Unterschied zu den zuvor verkehrenden ICE-Zügen fuhren diese neu geschaffenen IC-Verbindungen auch die Stationen Neustadt (Weinstraße) Hbf sowie Homburg (Saar) Hbf an, an denen zuvor nicht gehalten wurde. Vor diesen Zügen kamen planmäßig Loks der Baureihe 101 zum Einsatz, bei Bedarf wurden auch Lokomotiven der Baureihen 120 oder 181 eingesetzt. Damit war dieses Zugpaar neben EC 216/217 für etwa sechs Monate das einzige lokbespannte Fernverkehrszugpaar auf der Strecke.
Während die gestrichenen ICE- und TGV-Züge stets in einer Fahrplantrasse verkehrten, die zeitlich vor den verkehrenden Zügen der zum Fahrplanjahr 2015 neu eingeführten Züge der Linie RE 1 lag, war dies bei den neu eingeführten IC-Zügen nicht der Fall. Diese verkehrten zeitlich hinter den RE-Leistungen mit einem dementsprechend großzügigeren Fahrplan.
In der Vereinbarung zwischen der Deutschen Bahn AG und der saarländischen Landesregierung sowie in entsprechenden Medienberichten wurde stets darauf hingewiesen, dass die vorstehend genannten IC-Züge lediglich übergangsweise eingesetzt werden. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 war ihr Ersatz durch zwei ICE-Züge in der gleichen Fahrplanlage geplant. Dies wurde im September 2016 bestätigt und mit Veröffentlichung des Fahrplans für das Fahrplanjahr 2017 offiziell. Im Einzelnen verkehren damit ab Dezember 2016 die beiden folgenden Züge.

  • ICE 1058: Stuttgart Hbf - Mannheim Hbf - Kaiserslautern Hbf - Saarbrücken Hbf
  • ICE 1059: Saarbrücken Hbf - Kaiserslautern Hbf - Mannheim Hbf - Stuttgart Hbf

Die übrigen Fernverkehrsverbindungen bleiben zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 in ihrer Zugnummer und ungefähren zeitlichen Lage unverändert. Damit ist das Zugpaar EC 216/217 erneut das einzige lokbespannte Fernverkehrszugpaar auf der Strecke.

Zusammenfassung
Aus den vorangehenden Ausführungen kann das Fazit gezogen werden, dass die Strecke nach anfangs zögerlichem Fernverkehr immer größere Bedeutung gewann, was das mit zunehmender Zeit immer dichter werdende Zugangebot zeigt. Im weiteren Verlauf ging das Angebot und damit auch die Nachfrage zurück, was wiederum einen erneuten Nachfragerückgang zur Folge hatte. Damit begann der Fall des Fernverkehrs auf der Strecke: Ein immer dünneres Angebot wirkte immer weniger attraktiv. Auch durch die Einführung des ICE-Verkehrs nach Paris kann der Fernverkehr auf der Strecke nicht mehr auf das Niveau heranreichen, auf welchem er sich - vor allem während der Interregio-Zeit - einmal befand.
AbschlieŸend eine Zusammenfassung über wichtige Stadien der Fernverkehrsentwicklung:

  • 1920er Jahre: Erste Ansätze eines Fernverkehrs werden erkennbar.
  • 1930er Jahre: Zunehmende Anzahl an Fernverbindungen mit langen Zugläufen. Bedingt durch die Erweiterung Deutschlands durch die Tätigkeiten des NS-Regimes verlängern sich diese immer weiter und reichen teilweise bis ins heutige Polen.
  • 1944: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges sind auf der Strecke so lange Zugläufe eingesetzt, wie sie es in der Zukunft nie mehr sein werden. Züge aus Frankreich bis ins heute nördliche Polen sind Alltag.
  • 1945 und Folgejahre: Nach Ende des Zweiten Weltkrieges enden vorerst auch die langen Fernzugläufe. Die Aufteilung Deutschlands und die Beschädigungen an der Strecke und die Beseitigung dieser erfordert eine Verkürzung der Läufe auf geringe Strecken.
  • 1959: Erste Fernzüge befahren wieder die Strecke.
  • 1960er Jahre: Die Zahl der Fernzüge nimmt zu. Dabei werden auch heute ungewöhnlich anmutende Laufwege eingerichtet. Auch lange Zugläufe sind wieder alltäglicher, z.B. von Saarbrücken nach Berlin.
  • 1970: Das erste TEE-Zugpaar verkehrt auf der Strecke zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est. Der Startschuss für den modernen Fernverkehr auf der Strecke fällt.
  • 1975: Einstellung des TEE-Zugpaares, stattdessen Einführung einer bereits bekannten Langzugverbindung von Paris Est nach Warschau. Diese erinnert an die Langlaufverbindungen von 1944.
  • 1979: Die Bundesbahn läutet auf der Strecke das IC-Zeitalter ein. Mit dem Zugpaar IC 594/595 Saar-Kurier zwischen Saarbrücken Hbf und München Hbf wird eine Verbindung etabliert, die auch mehr als 30 Jahre später noch existiert.
  • 1985: Fernverkehrsreform der Deutschen Bundesbahn einhergehend mit Einführung eines Zweistundentakts im D-Zug-Verkehr zwischen Saarbrücken und Mannheim mit teilweisen Verlängerungen über diese Städte hinaus und der Verdichtung der bereits bestehenden Schnellzugverbindungen zwischen diesen beiden Städten.
  • 1987: Einführung der ersten Eurocitys zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est in ungefährer Zeitlage des ehemaligen TEE-Zugpaares.
  • 1989: Beginn der Interregio-Ära. Damit verbunden ist die Einführung eines zweistündigen Fernverkehrstaktes zwischen Saarbrücken Hbf und Lindau mit Verlängerungen bis Trier bzw. Landeck.
  • 1992: Einführung weiterer IC-Verbindungen, speziell in die Bundesländer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Damit einhergehend Einstellung des D-Zug-Verkehrs, die D-Züge werden durch IC-Züge ersetzt.
  • 1994-1996: Einführung weiterer IC- und IR-Verbindungen.
  • 1999: Erste Reduktionen im Interregioverkehr sind erkennbar.
  • 2000: Einführung der ersten ICE-Züge auf der Strecke. Diese verkehren in einem 4-Stunden-Takt zwischen Leipzig Hbf und Saarbrücken Hbf mit Verlängerung nach Dresden Hbf.
  • 2002: Einstellung des Interregioverkehrs und damit auch des Fernverkehrstaktes. Einige wenige Interregioverbindungen werden bezüglich ihrer Laufwege reduziert und fortan als Intercity weitergeführt.
  • 2003: Reduktionen im ICE-Verkehr. Einstellung des 4-Stunden-Taktes und Verkürzung der Laufwege nach Frankfurt (Main) Hbf bis auf einen Zug am Morgen und einen Zug am Abend.
  • 2004: Einführung eines weiteren ICE-Zugpaares zwischen Hamburg-Altona und Saarbrücken Hbf bzw. Saarbrücken Hbf und Oldenburg (Oldenburg).
  • 2005: Reduktion der verbliebenen Fernverkehrszüge auf einen Verkehr zwischen Montag und Freitag. Nur wenige Züge verkehren fortan noch am Wochenende.
  • 2007: Einführung des ICE-Verkehrs nach Paris. Damit einhergehend die Einstellung sämtlicher ICE-Verbindungen bis auf einen Morgen- und einen Abendzug.
  • 2008: TGV-Ersatzverkehr nach Paris Est. Erneut ICE-Ersatzverkehre wegen technischer Probleme in der ICE-Flotte.
  • 2009: Planmäßiger TGV-Einsatz zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Paris Est bei zunächst nur einem Zugpaar, ab 2010 bei zwei Zugpaaren. Der ICE-Ersatzverkehr wird bei den Früh- und Abendzügen zwischen Saarbrücken Hbf und Dresden Hbf bzw. Dresden Hbf und Saarbrücken Hbf bis Juni 2009 planmäßig. Zum Einsatz kommen Lokomotiven der Baureihe 181.
  • 2010: Einführung einer weiteren ICE-Verbindung von Hamburg-Altona nach Saarbrücken Hbf und von Saarbrücken Hbf nach Frankfurt (Main) Hbf am Wochenende als Entlastungszüge zu den stark frequentierten ICE-Verbindungen nach Paris Est.
  • 2011: Die 2010 eingeführte Zusatz-ICE-Verbindung wird in den Fahrplan aufgenommen und bereits im Juni an Sonntagen wieder eingestellt und durch eine IC-Verbindung ersetzt; dabei bleibt der Zuglauf inklusive aller Verkehrshalte bestehen.
  • 2012: Es kommt zu verschiedenen Streichungen im IC-Verkehr, während gleichzeitig neue Verbindungen in veränderter Zeitlage eingeführt werden. Weiterhin befährt seit 25 Jahren wieder eine internationale Verbindung von Russland nach Frankreich die Pfälzische Ludwigsbahn, allerdings mit nur einem Verkehrshalt in Mannheim Hbf. Ab März wird der Einsatz doppelstöckiger TGV zwischen Paris Est und Frankfurt (Main) Hbf planmäßig.
  • 2013: Das erst ein Jahr zuvor eingeführte EN-Zugpaar Moskau - Paris wird auf die Strecke über Strasbourg verlegt, was auf umfangreiche Baumaßnahmen zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf zurückzuführen ist. Landstuhl erhält zwei zusätzliche Verkehrshalte im Fernverkehr.
  • 2014: Keine Fernzüge mehr im Nachtverkehr. ICE-Züge nur noch zwischen Saarbrücken Hbf und Leipzig Hbf statt wie bisher nach Dresden Hbf. IC 2284 wird um eine Stunde nach hinten verlegt.
  • 2015: Das Zugpaar IC 2284/2285 entfällt ersatzlos ab Dezember 2014. Verkehrshalt in Landstuhl entfällt bei IC 2057, neuer Verkehrshalt in Landstuhl bei IC 2050.
  • 2016: Wegfall sämtlicher nationaler IC-Verbindungen zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf/Frankfurt (Main) Hbf. Das Zugpaar EC 216/217 verbleibt als einziges lokbespanntes EC-Zugpaar auf der Strecke. Ab Juli Ersatz einer ICE-Verbindung nach Frankfurt (Main) Hbf und einer TGV-Verbindung nach Paris Est durch ein IC-Zugpaar zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf.
  • 2017: Ersatz des wenige Monate zuvor eingeführten IC-Zugpaares zwischen Saarbrücken Hbf und Stuttgart Hbf durch ein ICE-Zugpaar mit gleichem Zuglauf und in annähernd gleicher Zeitlage.
Eine zusammenfassende Übersicht mit Fahrplandaten zu den vorangehend aufgeführten Verkehrsentwicklungen im Fernverkehr finden Sie hier. Alternativ kann auch die Datenbank von Markus Grahnert genutzt werden (nicht Teil dieser Internetseite). Die Streckentabellen aus dem Kursbuch der Deutschen Bahn AG sind hier zu finden.