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Betrieb und Verkehr

Im Eisenbahnbereich wird zwischen „Betrieb“ und „Verkehr“ unterschieden. Dem Wort „Betrieb“ liegen dabei zwei Bedeutungen zugrunde, nämlich

Letztlich werden im Betrieb Leistungen bereitgestellt, d. h. produziert, welche anschließend durch Kunden in Anspruch genommen werden können. Durch diese Nutzung entstehen dann Verkehrsleistungen. Aus diesem Grund wird seit einigen Jahren vermehrt die Bezeichnung „Produktion“ anstatt des Betriebsbegriffs genutzt. [1]
Die im Betrieb produzierten Leistungen werden durch die Kundennutzung zu Verkehrsleistungen. Daher bezeichnet „Verkehr“ – auch als „Absatz“ bezeichnet – im Eisenbahnbereich in der Regel alle Aufgaben, die auf dem Weg von der Leistungserstellung – also dem Betrieb – bis hin zur Bereitstellung dieser Leistung auf dem Markt erforderlich sind. Damit kann Verkehr „als Bindeglied zwischen der Leistungserstellung und den Kunden bzw. dem Markt“ aufgefasst werden. [2]
Verkehr kann wiederum aus verkehrsdienstlicher oder betrieblicher Sicht untergliedert werden. Verkehrsdienstliche Aspekte sind z. B.

  • Marktforschung und -beobachtung,
  • Tarif- und Angebotsgestaltung,
  • Marketing,
  • Gestaltung und Abwicklung von Beförderungsverträgen,
  • Reklamationsbearbeitung oder
  • Kundenbetreuung.
Die betriebliche Sichtweise ermöglicht die Unterteilung des Verkehrs in Personen- und Güterverkehr.

  • Personenverkehr (Reiseverkehr)
    • Fernverkehr
    • Nahverkehr
    • Gepäckverkehr
  • Güterverkehr
    • Ganzzugverkehr
    • Wagenladungsverkehr einschließlich kombiniertem Wagenladungsverkehr (Containerverkehr)
    • Kleingutverkehr
      • Eilgut
      • Expressgut
      • Stückgut [3]

Darüber hinaus wird im Rahmen dieses Internetprojekts auch der maschinentechnische Dienst unter Betrieb subsumiert.
Dieser umfasst

  • Einsatzplanung, Disposition und Bedienung der Triebfahrzeuge sowie Bereitstellung der dafür erforderlichen Betriebsstoffe bzw. Energie,
  • Konstruktion, Untersuchung, Pflege und Instandhaltung aller Fahrzeuge sowie
  • Planung, Errichtung und Instandhaltung der hierfür erforderlichen maschinen- und elektrotechnischen Anlagen.
Einsatz, Bedienung, Untersuchung, Pflege und Instandhaltung der Triebfahrzeuge wird dabei in der Regel unter der Bezeichnung „Betriebsmaschinendienst“ zusammengefasst. [4] Aspekte zu Triebfahrzeugeinsatz und -beheimatung finden sich daher ebenfalls in diesem Unterabschnitt.

Das Thema Betrieb und Verkehr wird in den nachfolgenden Abschnitten behandelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verkehr, während weitere Einzelaspekte zum Betrieb – z. B. zur Leit- und Sicherungstechnik – in einem eigenen Abschnitt besprochen werden.

Quellen und Anmerkungen

1
H. Rösler, Dokumente zur Eisenbahn-Aktenkunde, Rediroma-Verlag, Duisburg, 2019, S. 55.

2
H. Rösler, Dokumente zur Eisenbahn-Aktenkunde, Rediroma-Verlag, Duisburg, 2019, S. 55.

3
H. Rösler, Dokumente zur Eisenbahn-Aktenkunde, Rediroma-Verlag, Duisburg, 2019, S. 55f.

4
H. Rösler, Dokumente zur Eisenbahn-Aktenkunde, Rediroma-Verlag, Duisburg, 2019, S. 56.