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Die Kursbuchstrecke 670 - Leit- und Sicherungstechnik -- Organisation und Struktur: Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf

Der Streckenabschnitt zwischen Saarbrücken Hbf und Mannheim Hbf ist mittlerweile - bis auf die Bahnhöfe Kaiserslautern Hbf, Schifferstadt, Ludwigshafen (Rhein) Hbf und Mannheim Hbf - vollständig auf Steuerung durch Elektronische Stellwerke (ESTW) umgestellt. Aus diesem Grund wird hier vorrangig auf die ESTW-Struktur eingeangen.

Allgemeines
Elektronische Stellwerke unterscheiden sich von konvetionellen Relais- und mechanischen Stellwerken dadurch, dass die gesamte Stellwerkslogik - d.h. Fahrstraßen, Weichen, Signale etc. - bereits in der Software integriert sind.Die Bedienung erfolgt über einen Rechnerarbeitsplatz.J. Pachl, Systemtechnik des Schienenverkehrs, 5. Auflage, Viewg+Teubner, Wiesbaden, 2008, S. 132. Während bei Relaisstellwerken Bedienung und Informationsverarbeitung zwar räumlich getrennt, aber nach wie vor kooperativ aufgebaut waren, ist dies bei ESTW nicht mehr der Fall. Die Implementierung der Stellwerkslogik in die Software ermöglicht große räumliche Abstände zwischen dem Bedienplatz und der eigentlichen Stellwerksanlage. Dies ermöglicht sogar die Steuerung mehrerer Stellwerke von einem Bedienplatz aus oder die Steuerung eines Stellwerks von verschiedenen Bedienerarbeitsplätzen.U. Maschek, Sicherung des Schienenverkehrs. Grundlagen und Planung der Leit- und Sicherungstechnik, 3. Auflage, Springer Vieweg, Wiesbaden, 2015, S. 191. Ein Überblick über die Entwicklungsgeschichte der ESTW sowie weitere Erläuterungen zum Systemaufbau der Rechneranlage und zu den Unterschieden der Bauformen verschiedener Hersteller findet sich bei JonasW. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 13-31..
ESTW, wie sie derzeit im betreffenden Streckenabschnitt eingesetzt werden, weisen eine hierarchische Struktur auf. Die nachfolgende Abbildung zeigt schematisch einen solchen Aufbau.eigene Darstellung nach U. Maschek, Sicherung des Schienenverkehrs. Grundlagen und Planung der Leit- und Sicherungstechnik, 3. Auflage, Springer Vieweg, Wiesbaden, 2015, S. 193. Angepasst an die Situation im besprochenen Streckenabschnitt.


Über die jeweilige Betriebszentrale wird eine ESTW-Zentraleinheit angesteuert. Sie beherbergt Teile der Sicherungsebene sowie Schnittstellenverbindungen zu den übrigen Leit- bzw. Stellwerkssystemen (z.B. Zuglenkung oder Zugnummernmeldeanlage). In der ESTW-Außenanlage (ESTW-A) ist der größte Teil der Stellwerkslogik untergebracht. Sind in der ESTW-Zentraleinheit feste Bedienplätze vorhanden, so wird sie als ESTW-Z bezeichnet. Ein ESTW-Z kann in Verbindung mit dem ESTW-A bereits als eigenständiges Stellwerk autark arbeiten. Es besitzt in der Regel eine eigene Stromversorgung und wäre prinzipiell bereits für die Betriebsabwicklung ausreichend, jedoch muss aufgrund der begrenzten Entfernung der Signalübertragung auf ESTW-A zurückgegriffen werden. Im ESTW-A erfolgt dann die Ansteuerung der jeweiligen Einzelelemente wie Signale, Weichen, Achszähler und dergleichen. Ist das ESTW-Z in eine Betriebszentrale eingebunden, so wird es als Unterzentrale (ESTW-UZ) bezeichnet. Der Bedienplatz befindet sich dann in der Betriebszentrale, sodass im ESTW-UZ nur noch ein Notbedienplatz für den Störungsfall oder für Wartungsarbeiten vorgehalten werden muss. Der übrige Aufbau bleibt hierbei bestehen.U. Maschek, Sicherung des Schienenverkehrs. Grundlagen und Planung der Leit- und Sicherungstechnik, 3. Auflage, Springer Vieweg, Wiesbaden, 2015, S. 191-193.

Die elektronischen Stellwerke im Abschnitt Saarbrücken Hbf - Mannheim Hbf werden aus der Betriebszentrale Karlsruhe im Steuerbezirk 1Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 3f. (SaarW. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 44. bzw. SaarlandThales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1.), gelegentlich auch als Karlsruhe 1Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1. bezeichnet, überwacht. Unter Steuerbezirk wird dabei die Zusammenfassung mehrerer ESTW-UZ zu einer virtuellen"[v]irtuell" meint in diesem Zusammenhang "nur auf dem Papier existierend, aber nicht tatsächlich räumlich vorhanden". räumlichen Einheit verstanden.W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 44. Die nachfolgende Abbildung zeigt exemplarisch die Struktur der ESTW-UZ im Streckenabschnitt sowie einige der installierten ESTW-A.



Jedes ESTW-UZ ist für einen bestimmten Streckenabschnitt verantwortlich. Innerhalb der Unterzentrale ist dann jeweils ein örtlich zuständiger Fahrdienstleiter - je nach Größe des zu überwachenden Abschnitts kann dieser auch auf mehrere Fahrdienstleiter aufgeteilt sein - für die Bedienung verantwortlich. Die folgende Tabelle zeigt die Zuständigkeiten der jeweiligen Unterzentralen. Temporär eingerichtete Betriebsstellen, z.B. im Rahmen von Baumaßnahmen, sind ebenso wie Ausweichanschlussstellen o.ä. nicht in der Spalte "Betriebsstelle" aufgeführt.

ESTW-UZ Betriebsstellen Zuständigkeitsbeginn Zuständigkeitsende
Saarbrücken Saarbrücken Hbf, Saarbrücken Hbf So, Saarbrücken Ost, Schafbrücke Saarbrücken Hbf Schafbrücke (einschließlich)
Homburg (Saar) Scheidt (Saar), Rentrisch, St Ingbert, Rohrbach (Saar), Kirkel, Limbach bei Hombrug (Saar), Homburg (Saar) Hbf, Bruchmühlbach-Miesau, Hauptstuhl Schafbrücke (ausschließlich) Hauptstuhl (einschließlich)
Einsiedlerhof Üst Neubauer Hübel, Landstuhl, Kindsbach, Einsiedlerhof, Vogelweh, Kennelgarten Hauptstuhl (ausschließlich) Kennelgarten (einschließlich)
Neustadt (Weinstraße) Bft Hochspeyer, Bft Hochspeyer Ost, Frankenstein (Pfalz), Weidenthal, Neidenfels, Lambrecht (Pfalz), Bft Neustadt (Weinstraße) Hbf, Bft Neustadt (Weinstraße)-Böbig, Bft Neustadt (Weinstraße) Ost, Haßloch (Pfalz), Böhl-Iggelheim

Altbaustrecke via Schifferstadt
Böhl-Iggelheim Abzw., Limburgerhof, Limburgerhof Abzw.

Umfahrung Schifferstadt
Böhl-Iggelheim Abzw., Limburgerhof Abzw.
Kaiserslautern Hbf (ausschließlich)

Altbaustrecke via Schifferstadt
Schifferstadt (ausschließlich)

Umfahrung Schifferstadt
keine Unterbrechung der Zuständigkeit
Altbaustrecke via Schifferstadt
Böhl-Iggelheim Abzw. (einschließlich)

Umfahrung Schifferstadt
Limburgerhof Abzw. (einschließlich)



Die Arbeitsplätze der örtlich zuständigen Fahrdienstleiter in den jeweiligen Unterzentralen erhalten den Namen der jeweiligen Unterzentrale und werden durchgehend nummeriert. Vereinzelt sind auch Himmelsrichtungen (Ost, West) als Bezeichnungen anzutreffen, diese sind jedoch nicht offiziell festgelegt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der einzelnen Fahrdienstleiterarbeitsplätze zur jeweiligen Unterzentrale. Es sind nur die für den betrachteten Streckenabschnitt relevanten Fahrdienstleiterplätze aufgeführt. Die Zuordnung der einzelnen Fahrdienstleiter zu den jeweiligen Bedienplätzen kann der Übersicht Signale und Stellwerke entnommen werden.

ESTW-UZ Fahrdienstleiter
Saarbrücken Saarbrücken 2 ("Ost")
Homburg (Saar) Homburg 1 ("West"), Homburg 2 ("Ost)
Einsiedlerhof Einsiedlerhof
Neustadt (Weinstraße) Neustadt 1 ("West"), Neustadt 3 ("Ost)

In verkehrsschwachen Zeiten, z.B. nachts, werden einzelne Fahrdienstleiterarbeitsplätze zusammengelegt und dann nur durch einen Fahrdienstleiter bedient. So kann beispielsweise der Fahrdienstleiter Saarbrücken 1 auch die Aufgaben der beiden Fahrdienstleiter Homburg 1 und Homburg 2 übernehmen. Zusätzlich zu den Fahrdienstleitern sind zwei Streckendisponenten für die Strecke zuständig, deren Zuständigkeit sich auf die Abschnitte zwischen Saarbrücken Hbf und Kaiserslautern sowie Kaiserslautern Hbf und Mannheim Hbf erstreckt. Diese greifen bei Bedarf auch in den Verkehr der ortsbesetzten Stellwerke ein. Nachts und am Wochenende ist jeweils ein Streckendisponent für den gesamten Abschnitt von Saarbrücken Hbf bis Mannheim Hbf zuständig.Aussage eines aktiven Fahrdienstleiters in der BZ Karlsruhe von 2004.

ESTW-UZ Saarbrücken und Homburg (Saar)
Als erste ESTW-UZ ging zwischen dem 22. und 25. Oktober 1998 schrittweise die von der Alcatel SEL AG in der Bauform El L 90W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 44 H. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste He-Hz, http://www.stellwerke.de/liste/seite314.html#HOL, abgerufen am 2. Februar 2018. gelieferte Zentrale in Homburg (Saar) in Betrieb. Diese ersetzte die Anlagen der Betriebssteuerzentrale (BSZ) Saarbrücken zwischen Abzweig Halberg (einschließlich) und Homburg (Saar) Hbf (einschließlich) sowie zusätzlich die bisher ortsbedienten Stellwerke in Bruchmühlbach-Miesau und Hauptstuhl einschließlich der Blockeinrichtungen zwischen den jeweiligen Betriebsstellen.ohne Autor, Ein Stellwerk für 56 Millionen, Saarbrücker Zeitung, Homburger Rundschau, 17.10.1998. K. Petersen, G. Philipps, Signal + Draht 1999, 91 (7+8), S. 21-24. Insgesamt wurden 446 Einzelemente (Signale, Weichen, etc.) auf ESTW-Steuerung umgestellt, wofür 142 Kilometer Kabel verlegt werden mussten. Die Gesamtinvestitionen betrugen 56 Millionen Mark.ohne Autor, Ein Stellwerk für 56 Millionen, Saarbrücker Zeitung, Homburger Rundschau, 17.10.1998. Zusätzlich wurde auch die Steuerung der Weichenheizungsanlagen im Stellwerk zentralisiert.ohne Autor, Moderne Technik - aber weniger Arbeitsplätze, Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken Mitte, 12.01.1999.
Der Bedienplatz des ESTW befand sich ursprünglich im zweiten Stockwerk des Stellwerkgebäudes in Saarbrücken Hbf. Insgesamt waren Plätze für zwei Fahrdienstleiter und einen Helfer vorgesehen. Die Steuerung erfolgte zunächst noch mit einem grafischen Bedientablett, auf dem die Symbole von Signalen und Weichen mit einem speziellen Stift angetippt und so ausgewählt wurden.ohne Autor, Moderne Technik - aber weniger Arbeitsplätze, Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken Mitte, 12.01.1999.
Anmerkung: Die Quelle nennt als Ort der Bedienplätze das Empfangsgebäude. Die Bedienplätze befanden sich jedoch im Gebäude des für Saarbrücken Hbf zuständigen Gleisbildstellwerks, welches nicht in das Empfangsgebäude integriert ist.
Weiterhin ist im Artikel lediglich von "drei Computerarbeitsplätze[n]" die Rede. Es ist jedoch anzunehmen, dass es sich hier um Arbeitsplätze für zwei Fahrdienstleiter und einen Helfer handelt, da diese Aufteilung bereits in der BSZ Saarbrücken so bestand und auch bei der Inbetriebnahme der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) so umgesetzt wurde.
Darüber hinaus ist im Artikel von sieben Stellwerken die Rede, die ersetzt wurden, nämlich St Ingbert, Rohrbach (Saar), Kirkel, Limbach bei Homburg (Saar), Homburg (Saar) Hbf, Bruchmühlbach-Miesau und Hauptstuhl. Der Kontrollbereich der BSZ Saarbrücken erstreckte sich jedoch - in Bezug auf den hier betrachteten Streckenabschnitt - noch weiter bis zum Abzweig Halberg (einschließlich). Dies umfasst somit auch das Stellwerk in Scheidt (Saar) sowie die Blockeinrichtungen am Abweizg Halberg und zwischen Scheidt (Saar) und St Ingbert.
Diese Art der Steuerung wurde bis zur Verlegung in die Betriebszentrale Karlsruhe beibehalten.
Am 29. und 30. März wurde die ESTW-Unterzentrale Saarbrücken in Betrieb genommen. Sie ersetzte neben anderen Stellwerken im Saarbrücker Raum auch das Gleisbildstellwerk in Saarbrücken Hbf sowie die Anlagen auf der Strecke bis Schafbrücke (einschließlich). Insgesamt waren bei einer Gesamtinvestitionssumme von 35 Millionen Euro 20 Kilometer Kabelkanäle und drei Signalbrücken neu gebaut, 150 Signale, 310 Achszähler und 130 Weichenantriebe umgebaut worden.D. Gräbner, Das blanke Chaos am Bahnsteig, Saarbrücker Zeitung, Lokales Saarbrücken Mitte, 31.03.2003. Für den Zeitraum der Umstellungsarbeiten warnte die Deutsche Bahn AG bereits im Vorfeld vor Behinderungen im Verkehr, insbesondere an den beiden Tagen der Umstellung. Tatsächlich kam es auch noch am darauffolgenden Montag zu Behinderungen im Berufsverkehr zwischen Homburg (Saar) Hbf und Saarbrücken Hbf. Betroffen waren auch andere Strecken im Einzugsbereich des Stellwerks.D. Gräbner, Das blanke Chaos am Bahnsteig, Saarbrücker Zeitung, Lokales Saarbrücken Mitte, 31.03.2003. W. Trapp, Sie schimpften wie Rohrspatzen, Saarbrücker Zeitung, Lokales St Ingbert, 01.04.2003. A. Kernig, Zu spät am Zug mit der Bahn, Saarbrücker Zeitung, Lokales Neunkirchen, 01.04.2003. D. Steffens, Pendler warten auf Busse, Saarbrücker Zeitung, Lokales Dillingen, 01.04.2003.
Im Gegensatz zum ESTW-UZ Homburg (Saar) wurden die Bedienplätze der Saarbrücker Unterzentrale direkt in die Betriebszentrale Karlsruhe verlegt.D. Gräbner, Das blanke Chaos am Bahnsteig, Saarbrücker Zeitung, Lokales Saarbrücken Mitte, 31.03.2003. D. von der Ahé, Bahn: Heute wieder Chaos?, Saarbrücker Zeitung, Themen des Tages Saarbrücken Mitte, 01.04.2003. Im gleichen Atemzug wurden auch die drei Bedienplätze der ESTW-UZ in die Betriebszentrale verlegt. Die Bedienung der Stellwerke erfolgte von nun an per Maussteuerung und nicht mehr - wie noch in den Anfangstagen der ESTW-UZ Homburg (Saar) der Fall - über Bedientabletts.

ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße)
Die Inbetriebnahme der ESTW-Unterzentrale Neustadt (Weinstraße) wurde zwischen 1999 und 2001 in zwei Baustufen realisiert.

Baustufe 1, Mai 1999: Streckenabschnitt Hochspeyer (ausschließlich) - Haßloch (Pfalz) (ausschließlich)
In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 1999R. Frank, Die Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt, 1. Auflage, Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V., Werl, 2001, S. 27. ersetzte in Neustadt (Weinstraße) Hbf die ESTW-UZ von Alcatel SEL AG in der Bauform El L 90W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 8. die Stellwerke Nf, Nw, No und Ns und damit einhergehend auch die Formsignale durch moderne Ks-Signale. Weiterhin wurden zwischen Hochspeyer (ausschließlich; ab km 56,519W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 8.) und Neustadt (Weinstraße) Hbf (ausschließlich) ebenfalls alle bisherigen Lichtsignale des H/V-Systems durch Ks-Signale ersetzt. Die bis zu diesem Zeitpunkt noch ortsbedienten Stellwerke in Weidenthal und Lambrecht (Pfalz) wurden stillgelegt. Die von Stellwerk No aus gesteuerten Blockanlagen - mit Lichtsignalen im H/V-System - Richtung Haßloch (Pfalz) wurden im Zuge der ESTW-Inbetriebnahme ebenfalls in den Steuerbereich der Baustufe 1 integriert, sodass der durch das ESTW-UZ überwachte Bereich bis Streckenkilometer 84,417W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 8. kurz vor dem Einfahrsignal Haßloch (Pfalz) reichte.
Mit den Arbeiten zur Inbetriebnahme des ESTW-UZ einher ging der Rückbau der Verbindungskurve Landau (Pfalz) Hbf - Neustadt (Weinstraße)-Böbig, welcher den Abbau der Oberleitungsanlagen in diesem Bereich einschloss. Für Fahrten von Landau (Pfalz) Hbf Richtung Haßloch (Pfalz) musste von nun an in Neustadt (Weinstraße) Hbf gewendet werden. Der gesamte Rangierbahnhof im Bahnhofsteil Böbig verliert seine Funktion als Zugbildungsbahnhof und lokaler Güterverkehrsknotenpunkt infolge geringeren Verkehrsaufkommens. Bis auf sechs Gleise wird der Bahnhofsteil zu einem einfachen Rangierbeich mit Handweichensteuerung umgebaut. Der Ablaufberg wird fortan nur noch als einfaches Ausziehgleis in die örtlichen Anlagen integriert.mündlich überlieferte Beschreibung eines Zeitzeugen

Baustufe 2, Juni 2001: Streckenabschnitt Haßloch (Pfalz) (einschließlich) - Limburgerhof bzw. Limburgerhof Abzw.
Die Baustufe 2 müsste prinzipiell erneut in zwei Abschnitte unterteilt werden.
Zunächst wurde zwischen dem 23. und 24. Juni 2001H. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste N, http://www.stellwerke.de/liste/seite321.html#NEU, abgerufen am 2. Februar 2018. die Ortsbesetzung in Haßloch (Pfalz) aufgehoben und das Fahrdienstleiter- sowie das verbliebene Wärterstellwerk stillgelegt. Die bisher bestehenden Formsignale wurden ebenfalls durch Ks-Signale ersetzt. Gleichzeitig wurde die Fernsteuerung der Bahnhöfe Böhl-Iggelheim und Limburgerhof vom Stellwerk Schifferstadt aus aufgehoben. Während Böhl-Iggelheim gleichzeitig zum Haltepunkt zurückgebaut wurde, wurde Limburgerhof vorläufig wieder örtlich besetzt. Die Gleis- und Signalanlagen blieben hier vorerst unverändert, da sich die Schifferstädter Umfahrung zu diesem Zeitpunkt noch im Bau befand.mündlich überlieferte Beschreibung eines Zeitzeugen
Mit Fertigstellung der Arbeiten an der Umfahrung wurden dann auch die Gleisanlagen in Limburgerhof einschließlich der neuen Betriebsstelle Limburgerhof Abzw. ESTW-gerecht umgebaut und die alten H/V-Signale durch Ks-Signale ersetzt. Die Umfahrung Schifferstadt sowie die neuen Signalanlagen in Limburgerhof wurden abschnittsweise während der Nachtstunden an die ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) angebunden. Integriert wurde in diesem Zusammenhang auch die neue Betriebsstelle Böhl-Iggelheim Abzw. am westlichen Ende der Umfahrung.mündlich überlieferte Beschreibung eines Zeitzeugen
Der Bahnhof Schifferstadt wurde nicht in die Unterzentrale integriert. Das Stellwerk dort blieb, ebenso wie die älteren Signalanlagen, in Betrieb.

Die Bedienplätze der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) befanden sich zunächst in einem neu errichteten Modulgebäude unmittelbar am Hauptbahnhof Neustadt (Weinstraße).Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. Die Bedienung erfolgte mit Bedientabletts.W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 8 und 249 für eine Ansicht des Bedientabletts nach Inbetriebnahme der Baustufe 1 und vor Inbetriebnahme der Baustufe 2. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 2006H. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste N, http://www.stellwerke.de/liste/seite321.html#NEU, abgerufen am 2. Februar 2018. Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. erfolgte die Umschaltung der Arbeitsplätze von Neustadt (Weinstraße) Hbf in die Betriebszentrale Karlsruhe. Damit einher ging auch die Umstellung von Bedientablett- auf Maussteuerung.

ESTW-UZ Einsiedlerhof
Die vorerst letzte neue ESTW-Unterzentrale wurde in Einsiedlerhof in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 2002 in Betrieb genommen.F. Engbarth, Von der Ludwigsbahn zum Integralen Taktfahrplan, 1. Auflage, Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, Kaiserslautern/Ludwigshafen, 2007, S. 117. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Unterzentralen verzichtete man hier auf die Einrichtung von Bedienplätzen direkt vor Ort und integrierte das Stellwerk direkt in die Betriebszentrale Karlsruhe. Diese Vorgehensweise wurde deutschlandweit bei allen ab 1999 bzw. 2000 in Betrieb genommenen Stellwerken in dieser Form angewandt.W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 44. Das ESTW-UZ ersetzte das Fahrdienstleiterstellwerk Ef sowie die Wärterstellwerke Em, Eo, Ew, 4 und 6, welche bis zum Zeitpunkt ihrer Außerbetriebnahme allesamt noch mechanisch arbeiteten.
Mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks einher ging auch der umfangreiche Rückbau nicht mehr benötigter Gleisanlagen. Die Verbindung zwischen dem Rangierbanhof und der Hauptstrecke in Vogelweh wurde vollständig zurückgebaut. Ausfahrende Güterzüge Richtung Kaiserslautern Hbf müssen nun das ehemalige Zufahrtsgleis des Einfahrbereichs nutzen, welcher ebenfalls deutlich verkleinert wurde. Der komplette Rangierbereich sowie ein Teil der ehemaligen Einfahrgruppe wurde auf EOW-Betrieb (EOW = elektrisch ortsgestellte Weiche; vereinfacht ausgedrückt eine elektrisch betriebene Handweiche) umgerüstet, was eine einfachere und wirtschaftlichere Betriebsführung ermöglicht. Weitere Informationen zur Entwicklung des Rangierbahnhofs vor und nach Inbetriebnahme des Stellwerks finden Sie unter Detailseite.

Unterbetriebliche Erweiterungen der ESTW-UZ Einsiedlerhof und Neustadt (Weinstraße)
Auch im laufenden Betrieb wurden und werden die einzelnen ESTW erweitert, modernisiert und umgebaut. Im Falle der ESTW-UZ Einsiedlerhof und Neustadt (Weinstraße) gab es in den Jahren 2006 und 2007 zwei Bereichs- und Funktionserweiterungen innerhalb des Steuerbezirks Saar, welche sich auf vier Baustufen aufteilen lassen.Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5.
  • Baustufe 1: Integration des Stellwerks Landstuhl in die ESTW-UZ Einsiedlerhof
  • Baustufe 2: Umschaltung der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) Hbf in die BZ Karlsruhe
  • Baustufe 3: Erneuerung der Streckenblockanlagen zwischen Kaiserslautern Hbf und Hochspeyer
  • Baustufe 4: Integration des Stellwerks Hochspeyer in die ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße)
Anpassungen in der ESTW-UZ Einsiedlerhof
In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2006Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. wurde die Steuerung des SpDrL60-StellwerksThales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1. Landstuhl einschließlich der von diesem Stellwerk aus ferngestellten Anlagen in Kindsbach in die BZ Karlsruhe umgeschaltet. Für die Überwachung des Betriebs im Stellbereich dieser Anlagen ist seither der Fahrdienstleiter Einsiedlerhof in der BZ Karlsruhe zuständig.Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. Mit der Umschaltung der Stellwerksbedienung einher gingen im Jahr 2005 Weichenrückbauten. So besteht seit diesem Zeitpunkt keine direkte Fahrmöglichkeit mehr aus Richtung Kusel nach Gleis 1 zur Fahrt Richtung Kindsbach oder von Gleis 1 aus nach Gleis 9 oder 10. Die Signalanlagen in diesem Bereich blieben jedoch aus Kompatibilitätsgründen im Vorgriff auf die spätere Umschaltung in die BZ Karlsruhe unverändert erhalten (siehe unten). Weiterhin wurden die Signalbezeichnungen an die im ESTW-Bereich verwendete Kombination aus der Nummer des Stellbereichs und der Signalnummer angepasst.
Technisch realisiert wurde diese Fernsteuerung durch NetTrac 6654 F L90 der Firma Thales. Dieses ermöglicht über eine spezielle Interfaceschnittstelle - gelegentlich auch Bedienanpassrechner (BAPR bzw. BAnpR) bezeichnet - die Bedienung des Relaisstellwerks per Maus über die Hardware der Betriebszentrale. Es stehen dabei die gleichen Ansichten wie in einem "normalen" ESTW zur Verfügung. Thales Group, NetTrac 6654 F L90. Signaltechnisch sichere Fernsteuerung für Relaisstellwerke 2007, S. 1. Über die Schnittstelle werden die Bedienkommandos aus der Betriebszentrale an die entsprechenden Kommandos des Railsstellwerks angepasst. Das Relaisstellwerk bleibt dabei vor Ort in Betrieb und kann im Störungsfall örtlich besetzt werden.W. Jonas, Elektronische Stellwerke bedienen. Der Regelbetrieb, 1. Auflage, Eisenbahn-Fachverlag, Heidelberg/Mainz, 2001, S. 24f. Die signaltechnisch sichere Anzeige am Bedienplatz wird durch stetigen Abgleich zwischen der Ausleuchtung des Stelltischs im Relaisstellwerk vor Ort und der Anzeige am Bedienplatz in der Betriebszentrale sichergestellt. Durch Weiterentwicklungen dieses Systems kann mittlerweile auch auf einen örtlichen Stelltisch verzichtet werden. Als Rückfallebene dient in diesem Fall nur noch der Notbedienplatz in der ESTW-UZ.Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 4.
Um umfangreiche Anpassungen an die Technik des Relaisstellwerks zu vermeiden, wurden die im Jahr 2005 zurückgebauten Weichenverbindungen (Weichen 16, 19 u.a.) auf dem Stelltisch in ihrer Lage festgelegt, sodass ohne Weiteres keine Umstellung mehr möglich war. Die Signale (R 1, P 9 sowie diverse Sperrsignale) blieben als sicherungstechnisches Element ebenfalls erhalten. Ausnahme bildete hier Signal P 9, welches nach wie vor Zielsignal für die Einfahrt nach Gleis 9 aus Richtung Kindsbach darstellt. In der ESTW-Software wurden die festgelegten Weichen bzw. die nicht mehr benötigten Signale nicht implementiert. Für den Fahrdienstleiter waren sie somit nicht mehr existent. Lediglich der Relaisanlage vor Ort waren diese Elemente noch bekannt, jedoch war nur noch eine Fahrtmöglichkeit realisierbar. Dies führte beispielsweise dazu, dass bei der Umstellung des Signals R 1 von Hp 0 nach Hp 1 das nicht mehr benötigte Vorsignal für eine Fahrt mit R 9 als Zielsignal kurz in der Stellung Vr 0 aufschien und einige Sperrsignale an Positionen verblieben, an denen sie sicherungstechnisch nicht nötig gewesen wären. Der nachfolgende schematische Gleisplan zeigt die Situation nach Umschaltung in die BZ Karlsruhe. Danach folgen einige exemplarische Aufnahmen der beschriebenen Signale bzw. Situationen.



Sperrsignal 15L201X.

Signal 15P1.

Gleise 9 und 10
Sperrsignal 15L4014.

Singal 15P9.

Ausfahrsignal 15ZR1.

Ausfahrsignal 15N1.


Mit Integration der Stellwerke Landstuhl und Kindsbach in die BZ Karlsruhe ergibt sich damit für das ESTW-UZ Einsiedlerhof der angestrebte Endzustand. Die nachfolgende Abbildung zeigt das Blockschaltbild der Anlage.


Für die Bauarbeiten im Rahmen des Projekts POS Nord wurde im Jahr 2013 eingleisige Betriebsführung zwischen Landstuhl und Kindsbach erforderlich. Dies war jedoch mit den alten Stellwerksanlagen in Landstuhl und Kindsbach nicht mehr ohne weiteres realisierbar, da hier stellwerkseitig nur signalisierter Falschfahrbetrieb umgesetzt war. Aus diesem Grund wurde in der Nacht vom 16. auf den 17. März 2013 das ESTW-A Kindsbach in Betrieb genommen. Hierzu wurden die alten H/V-Signale in Kindsbach durch Ks-Signale ersetzt. In Landstuhl blieben die H/V-Signale erhalten und erhielten neue Signalbezeichnungen. Wo noch nicht vorhanden, wurden Gegengleisanzeiger ergänzt (siehe letzte Aufnahme in der zweiten Reihe).
Ab 2015 wurde im Rahmen der Umbaumaßnahmen innerhalb des Bahnhofs die oben beschriebene Situation schrittweise aufgelöst und die nicht mehr benötigten Signale abgebaut. Die Steuerung des Stellwerks erfolgt jedoch nach wie vor aus der BZ Karlsruhe.

Anpassungen in der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße)
Bereits in der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 2006 wurde die Bedienung der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) in die BZ Karlsruhe aufgeschaltet.H. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste N, http://www.stellwerke.de/liste/seite321.html#NEU, abgerufen am 2. Februar 2018. Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. Hierzu wurden im Rahmen der Vorbereitungsmaßnahmen Signal- und Weichenbezeichnungen geändert, Gefahrenraumfreimeldeanlagen auf Infrarotbasis in Weidenthal und Lambrecht (Pfalz) installiert sowie zwei neue Heißläuferortungsanlagen errichtet.Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. Zeitgleich wurden alle Arbeitsplätze des Steuerbezirks mit modernen Flachbildschirmen ausgestattet. Die bisherige Bedienung erfolgte mit konventionellen Röhrenmonitoren.Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1.
Um das bisher ortsbediente SpDrL60-StellwerkH. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste He-Hz, http://www.stellwerke.de/liste/seite314.html#HOE, abgerufen am 5. Februar 2018. Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. per F L90 in die ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) integrieren zu können, mussten zunächst - im Gegensatz zu der einfachen Umschaltung in Landstuhl - einige zeit- und arbeitsintensive Vorarbeiten geleistet werden. So musste der Bahnübergang 75a in Höhe des Franzosenwoogtunnels komplett erneuert und auf Halbschranken umgerüstet werden. Der bisherige Selbstblock 59 der Bauform SiemensThales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1. zwischen Kaiserslautern Hbf und Hochpeyer wurde durch einen Zentralblock der Bauart EB L2000 ersetzt. Hierfür waren der Ersatz von insgesamt 21 Signalen und umfangreiche Tiefbauarbeiten im Bereich der Kabelkanäle erforderlich. Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 5. Mit Umschaltung des Stellwerks Hochspeyer in die ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) in der Nacht vom 28. auf den 29. April 2007H. Kötting, H. Metschulat, S. Weber, Liste Deutscher Stellwerke. Liste He-Hz, http://www.stellwerke.de/liste/seite314.html#HOE, abgerufen am 5. Februar 2018. Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1. ging auch die Bedienung der Blocksignale zwischen Kaiserslautern Hbf und Hochspeyer vom Fahrdienstleiter Kaiserslautern Hbf auf den Fahrdienstleiter Neustadt 1 in der BZ Karlsruhe übermündliche Aussage eines aktiven Fahrdienstleiters in der BZ Karlsruhe von 2010.
Mit Umschaltung des Stellwerks Hochspeyer wurde auch in der ESTW-UZ Neustadt (Weinstraße) der angestrebte vorläufige Endzustand erreicht. Die nachfolgende Abbildung zeigt das Blockschaltbild der Unterzentrale.


Geplante Erweiterungen der ESTW-Infrastruktur
Neben den Erweiterungen und Anpassungen im laufenden Betrieb sind auf längere Sicht folgende Erweiterungen des Steuerbezirks 1 in der BZ Karlsruhe vorgesehen (Auswahl)Thales Group, TRACS - Rail Signalling Solutions for Main Line Rail 2007, Juni, S. 1.:
  • Einbindung der Strecke Homburg (Saar) Hbf - Neunkirchen (Saar) Hbf und weiter nach Saarbrücken Hbf
  • Einbindung der Bahnhöfe Kaiserslautern Hbf, Schifferstadt, Ludwigshafen (Rhein) Hbf und Mannheim Hbf
Für die genaue Umsetzung dieser Maßnahmen sind derzeit noch keine Planungen bekannt.